Gegen schleichende Ausdünnung der Wohnbauförderung!

ÖGB Driemer: Darlehensrückflüsse müssen für Wohnbau und Ausbau der Infrastruktur erhalten bleiben!

Wien (GBH/ÖGB). "Der Neubaubedarf ist auf einem niedrigeren Niveau als noch vor einigen Jahren - dennoch besteht ein ungebrochen hoher Bedarf nach leistbaren Wohnungen", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer.++++

Sämtliche Mittel aus der Wohnbauförderung müssen für die Errichtung neuer leistbarer Wohnungen, die Altstadterhaltung, die thermische Sanierung von Altbauten und für Wohnungs- und Hausumbauten im Interesse des Umweltschutzes verwendet werden. "Hauptaugenmerk muss hier auf eine Förderung des sozialen Wohnbaus gelegt werden", betont Driemer.

Um die nötige Neubauleistung - jährlich zwischen 40.000 und 50.000 Einheiten - umzusetzen und leistbar zu machen, muss das Objektförderungsvolumen aufrechterhalten werden. Förderungsmittel sollen wie bisher in erster Linie in die gemeinnützige Wohnungswirtschaft fließen, da damit die Verwendung der Mittel für Wohnzwecke aufgrund gesetzlicher Vorschriften gesichert und darüber hinaus einer zwingenden Kontrolle unterworfen ist. Entscheidend für die Effizienz der Objektförderung ist aber auch eine Eindämmung der Grundstückspreise.

Jede Kürzung der Wohnbauförderung hätte ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit am Bau und eine Erhöhung der Mieten zur Folge und ist so ein Anschlag auf das Wirtschaftswachstum Österreichs. Die Gewerkschaft Bau-Holz fordert daher ein bedarfsgerechtes und zukunftsorientiertes Bauen sowie die bautechnische und thermische Sanierung wertvoller Altbausubstanz.

"Wenn in Zukunft die zurückfließenden Wohnbauförderungsmittel nicht mehr zweckgebunden dem Wohnungsbau zugute kommen sollen, bedeutet diese Ausdünnung nicht nur einen Rückgang im Wohnbau, sondern auch einen Rückgang der Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft und des Wirtschaftswachstums!", so Johann Driemer abschließend. (aw)

ÖGB, 16. März 2001
Nr. 205

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