Ferrero-Waldner: "Freue mich über Wiederaufnahme der jugoslawischen-albanischen Beziehungen in Wien"

"Österreich immer bereit, Verständigung der Länder Südosteuropas zu unterstützen"

Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass Jugoslawien und Albanien Wien
als Ort für ihre erfolgreich verlaufene Begegnung gewählt haben." Mit diesen Worten eröffnete Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner heute ein Arbeitstreffen mit dem jugoslawischen Aussenminister Goran Svilanovic und dem albanischen Aussenminister Paskal Milo.

Die beiden Aussenminister hielten sich heute Vormittag zu Gesprächen über die Wiederaufnahme der bilateralen diplomatischen Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern in Wien auf. Diese Beziehungen waren anlässlich der Kosovokrise im Frühjahr 1999 abgebrochen worden

"Die Tatsache, dass Albanien und Jugoslawien offen und konstruktiv und im Bemühen um Stabilität miteinander reden, unterstütze ich sehr" so Ferrero-Waldner. Österreich nehme gerne die Möglichkeit wahr, die gegenseitige Verständigung der Länder Südosteuropas untereinander zu unterstützen und damit zur Förderung von Frieden und Stabilität in dieser Region beizutragen.

Darüber hinaus erklärte Ferrero-Waldner, dass Österreich seine Freunde und Nachbarn am Balkan auch in ihren Bemühungen um eine Annäherung an die EU unterstütze. "Eine "Europäische Perspektive" für die Länder dieser Region stellt den entscheidensten Motor für Reformen und Stabilisierung dar, über den die EU gegenüber den Staaten in Südosteuropa verfügt," so die Aussenministerin.

Ferrero-Waldner wies in ihrem Gespräch mit den beiden Außenministerin auch mit Nachdruck darauf hin, daß die legitimen Interessen der ethnischen Albaner in Mazedonien ernst genommen werden müssen. Bekanntlich versucht die ethnisch-albanische Koalitionspartei DPA, diese Anliegen auf der politischen Ebene zu lösen.

Gleichzeitig verurteilte Ferrero-Waldner die Angriffe albanisch-stämmiger Extremisten im Norden Mazedoniens und begrüßte die von der Regierung in Skopje gehandhabte Zurückhaltung sowie die Vorlage eines Aktionsplans.

"Ich hoffe, dass die im Kosovo stationierte multinationale Friedenstruppe KFOR die Grenze in diesem Gebiet vom Kosovo her effizient sichert", sagte die Außenministerin.

Ferrero-Waldner verwies in dem Gespräch auch darauf, daß Österreich um eine Stärkung der staatlichen Identität von Bosnien und Herzegowina innerhalb des von Dayton vorgegebenen Rahmens bemüht ist.

"Ich bin der Meinung, dass die Einrichtung einer kroatischen Autonomieverwaltung, wie von ex-Staatspräsidiumsmitglied Jelavic präsentiert, nicht mit dem Dayton-Abkommen konform geht. Sie zielt auf eine Schwächung des Gesamtstaates ab und ist letztendlich gegen die Interessen der kroatischen Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina gerichtet", sagte Ferrero-Waldner. Die Außenministerin unterstützt daher die Entscheidung des Hohen Repräsentanten Wolfgang Petritsch, Ante Jelavic und drei weitere Mitglieder der HDZ abzusetzen.

"Wir müssen der kroatischen Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina klar machen, daß die Tür (nach wie vor) offensteht für alle bosno-kroatischen Vertreter, die sich im Rahmen der legitimen Einrichtungen des Staates konstruktiv am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aufbau in einem gemeinsamen Bosnien und Herzegowina beteiligen wollen", so Ferrero-Waldner.

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