Pirklhuber: Ringimpfung könnte Ausbreitung von MKS eindämmen

Stärkere Regionalisierung der Lebensmittelerzeugung ein dringendes Gebot der Stunde

Wien (OTS) Die Maul- und Klauenseuche ist auf dem Festland angekommen. Die Isolierung auf der britischen Insel ist leider nicht gelungen. Der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber unterstützt daher die vom Grünen Europaabgeordneten Wilhelm Graefe zu Baringdorf geforderte und gestern auch von Minister Haupt vorgeschlagene Ringimpfung um besonders gefährdete Regionen. "Eine Ringimpfung kann wesentlich dazu beitragen, die Seuche zu lokalisieren", so Pirklhuber.

Wichtig seien aber langfristig, vorbeugende Maßnahmen. "Die hohe Viehdichte in vielen Regionen Europas macht eine Eindämmung schwierig. Eine vorbeugende Seuchenpolitik kommt deshalb langfristig an einer Regionalisierung der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung nicht vorbei. In der Schweinehaltung müssen Ferkelzucht, Ferkelmast und Endmast wieder regional zusammengeführt werden. Aber auch bei Schafen und Rindern muss der Transport stark beschränkt und besser reglementiert werden. Die Tiere müssen auf dem nächstgelegenen Schlachthof geschlachtet, anstatt aus reinem finanziellen Kalkül über Hunderte von Kilometern gekarrt zu werden. Intensive agrarindustrielle Produktionsmethoden sind mit einem hohen Seuchenrisiko behaftet, es ist daher ein Gebot der Stunde endlich ein europaweites Abstockungsprogramm umzusetzen und industrielle Methoden in der Tierhaltung abzustellen", so Pirklhuber.

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