WKÖ ruft zu mehr Finanzierungs- und Förderungsleistungen in Südosteuropa auf

Winkler: Internationale Finanzierungsangebote werden über Erfolg der Wiederaufbau-Bemühungen und Stabilisierung in Jugoslawien entscheiden

Wien (PWK198) - "Die Entscheidungsträger in Jugoslawien verfügen über äußerst präzise und klare Vorstellungen über den Wiederaufbau ihres Landes und die damit verbundenen Anstrengungen. Gleichzeitig verfügen das Land und viele Firmen über geringe Liquidität und sind in hohem Maße auf internationale Finanzierungsquellen angewiesen", berichtete WKÖ-Generalsekretärstellvertreter und Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO), Egon Winkler, heute Mittwoch, bei einer Veranstaltung über "Chancen und Projektfinanzierung in Südosteuropa" in der Wirtschaftskammer Österreich.

"Alle nationalen und internationalen Finanz- und Garantieeinrichtungen sind daher aufgerufen, möglichst rasch, umfassend und liberal Finanzierungen in Jugoslawien sowie im gesamten südosteuropäischen Raum zu ermöglichen", betonte Winkler. Externe Finanzierungsangebote seien die entscheidendsten Erfolgsfaktoren für die Stabilisierung, den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung in Südosteuropa. Die heutige Veranstaltung, an der u.a. Ewald Nowotny, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und Rudolf Scholten, Vorstandsmitglied der Oesterreichischen Kontrollbank teilnehmen, soll zu mehr Klarheit und entsprechenden Entscheidungsgrundlagen auf diesem Gebiet beitragen.

Die Ostöffnung hat nicht nur die Trennung von Ländern, die kulturell und historisch über Jahrhunderte hinweg ähnliche Entwicklungslinien verfolgten, beendet, sondern auch bewirkt, dass unmittelbar an Österreichs Grenzen neue Marktpotentiale entstanden. "Dabei waren im letzten Jahrzehnt vor allem Ungarn und die Tschechische Republik im Mittelpunkt des Interesses der österreichischen Unternehmen", führte Winkler aus. "Die Entwicklung in Südosteuropa und insbesondere am Westbalkan war wegen der politischen Instabilität bis Ende 1999 von geringer wirtschaftlicher Dynamik geprägt." Eine rühmliche Ausnahme bildeten für Österreichs Außenhandel nur unser Nachbarland Slowenien sowie nach der politischen Wende vor rund einem Jahr Kroatien.

Mit dem Machtwechsel in Jugoslawien sollten nunmehr die Weichen dafür gestellt sein, dass die Wirtschaftsbeziehungen zu den Ländern des Westbalkans mittelfristig eine ähnliche dynamische Entwicklung nehmen werden. Die AWO hat diesem Umstand durch einen eigenen "Aktionsplan Serbien" im ersten Quartal 2001 Rechnung getragen, der sicherstellen soll, die österreichischen Unternehmen durch geeignete Veranstaltungen vor Ort sowie in Österreich bei ihren Marktbearbeitungsbemühungen gezielt zu unterstützen. Winkler: "So konnten wir uns im Jänner insbesondere durch die Markterkundungsreise von WKÖ-Präsident Leitl mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation und durch die anschließende operative Wirtschaftsmission eine genaues Bild über die wirtschaftliche Lage des Landes auf allen Ebenen verschaffen. Mit einer sachlichen Darstellung der Situation in den Ländern Südosteuropas wollen wir nun externe Finanzierungsangebote forcieren und somit den österreichischen Exportfirmen bessere Chancen für Projektrealisierungen einräumen." (Ne)

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