Glawischnig: Gentechnik für Haupt offensichtlich kein Thema

Gentech-Minister will Teufel mit Beelzebub austreiben

Wien (OTS) - "Die von Greenpeace aufgezeigten Entwicklungen, nämlich die steigenden Gentech-Soja-Importe nach Österreich, sind alarmierend. Daß Haupt dazu völlig schweigt ist unerträglich", übt die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig Kritik an Bundesminister Haupt. Dabei sei Haupt als Gentechnik- und als Konsumentenschutzminister gleich doppelt gefordert. Da Gentech-Futtermittel immer noch nicht gekennzeichnet werden müssen, wissen weder die Bauern, was sie füttern, noch die Konsumenten, was sie essen. "Haupt will anscheinend den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, denn die steigenen Gen-Soja-Importe hängen unmittelbar mit dem Verbot der Tiermehlverfütterung zusammen", so Glawischnig.

Das Schweigen des Ministers ist auch deswegen so schlimm, weil er als Oppositionspolitiker oft vehement gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft aufgetreten ist und ein Importverbot für Gentech-Soja sogar selbst lautstark gefordert hat. "Offenbar hat Haupt als Minister seine Grundsätze über Bord geworfen und will lieber die glücklose Politik seiner Vorgängerin Sickl fortsetzen und unsinnige Gen-Marillen-Projekte mit Steuergeldern fördern. Das ist sicher nicht die Politik, die die 1,2 Millionen ÖsterreicherInnen wollten, als sie das Gentechnik-Volksbegheren unterzeichneten", so die Umweltsprecherin.

Glawischnig fordert Haupt auf, sein Schweigen zu brechen und klar gegen den Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln aufzutreten. Jetzt kann er das Importverbot von Gentech-Soja, daß er selbst gefordert hat, auch selbst umsetzen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.atPressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/FMB