- 15.03.2001, 11:30:19
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- OTS0148
Richtlinien nach NÖ Kinderbetreuungsgesetz geändert:
Das Land Niederösterreich zahlt jetzt mehr Förderungen
St.Pölten (NLK) - Die Förderungsrichtlinien nach dem NÖ
Kinderbetreuungsgesetz 1996 wurden dieser Tage in der Sitzung der NÖ
Landesregierung in zwei Punkten geändert:
Die Aus- und Weiterbildung der niederösterreichischen
Tagesmütter/väter konnte in den letzten vier Jahren weitgehend aus
Bundesmitteln finanziert werden. Die Rechtsträger erhielten daher
bisher aus Bundesmitteln durchschnittlich pro Jahr 8,7 Millionen
Schilling an Zuschüssen. Diese Zuschüsse werden aber ab Beginn 2001
nicht mehr gewährt. Die als Ausgleich zum Bund nun erhöhte Zahlung
durch das Land Niederösterreich sieht jetzt vor, dass für Kinder vor
dem Schuleintritt bei Ganztagsbetreuung um 200 Schilling pro Kind und
Monat mehr gefördert wird, bei Halbtagsbetreuung sind dies um 150
Schilling mehr. Für ältere Kinder und Jugendliche bleibt die
Förderung gleich, nämlich 350 Schilling pro Kind und Monat. Die
gleichen Beträge sind auch von den jeweiligen Gemeinden zu leisten.
Da das Arbeitsmarktservice ab dem Jahr 2000 die Förderung von
Einrichtungen zur Tagesbetreuung reduziert hat, schuf man durch das
Land Niederösterreich einen Überbrückungsfonds, um den Übergang in
die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu erleichtern. Obwohl auch die
Betreiber von Tagesbetreuungseinrichtungen voriges Jahr zahlreiche
Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen Situation getroffen
haben, war aber in einigen Fällen ein ausgeglichenes Budget nach wie
vor nicht möglich. Für das Jahr 2001 war daher durch das Land
Niederösterreich eine Erhöhung für Kinder vor dem Schuleintritt bei
Ganztagsbetreuung von bis zu 500 Schilling und bei Halbtagsbetreuung
von bis zu 350 Schilling notwendig. Für ältere Kinder und Jugendliche
bleibt die Förderung gleich, nämlich 350 Schilling pro Kind und
Monat. Auch hier sind die gleichen Beträge von den jeweiligen
Gemeinden zu leisten.
Die Änderungen der Richtlinien traten mit Jahresbeginn 2001 in
Kraft. Die Mehrkosten werden mit ungefähr 12,9 Millionen Schilling
angegeben. Wenn man umschichtet, wird man mit Mehrkosten von 6,9
Millionen Schilling auskommen.
Landesrätin Christa Kranzl meinte dazu, dass eine adäquate
Kinder-Tagesbetreuung ein wichtiges Bedürfnis der Gesellschaft
darstelle: "Eine verantwortungsvolle und engagierte Sozialpolitik
muss Frauen Rahmenbedingungen schaffen, die es ihnen ermöglichen,
Beruf und Familie bestmöglich zu vereinbaren. Dabei wirkt
Niederösterreich sicher als Vorbild."
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312
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