Greenpeace und Taxi Orange-Andrea "Magenta" Konrad: Aufruf an Haushalte - "Temelinstrom abmelden!"

Greenpeace ruft Bevölkerung zum Kampf gegen Temelinstrom auf

Wien (OTS) - Andrea Konrad, bekannt als "Magenta" aus Taxi Orange, unterzeichnete heute mit ihren Freunden vom Kutscherhof ein riesiges Abmeldeformular für ihren Stromlieferanten. Sie unterstützen damit die Greenpeace-Kampagne zum Stopp von Temelin-Stromimporten aus Tschechien über Deutschland nach Österreich. "Wir wollen keinen Temelinstrom in Österreich! Wenn alle Österreicher unserem Beispiel folgen, wird Temelin sinnlos, weil keiner mehr den Atomstrom kaufen wird", ruft Magenta alle ihre Fans und die gesamte Öffentlichkeit auf, sich aktiv mit ihrem persönlichen Beitrag gegen das tschechische AKW einzusetzen.

Auch die Kutscherhofler Max, "Mama" Robert und Silke sehen in dieser Aktion die Fortführung ihres Anti-Temelin-Engagements bei Taxi Orange. Gemeinsam präsentieren sie um 14 Uhr ihr Anti-Temelin-Lied und weitere bekannte Hits auf der Greenpeace-Bühne am Stephansplatz. Moderiert wird das Programm von Volker Piesczek, bekannt aus der Reality-TV-Sendung "Expedition Robinson". Greenpeace-Energiesprecher Erwin Mayer erklärt dazu die wirtschaftlichen Hintergründe des Risiko-AKW. An den Infoständen werden die Passanten aufgerufen, die Abmeldungsformulare zu unterschreiben. "Jetzt ist die österreichische Bevölkerung aufgerufen, den Kampf gegen Temelin zu verstärken. Minister Bartenstein hat versagt und fällt nun den Temelingegnern in den Rücken, weil die Anteile am niederösterreichischen Stromversorger EVN an den Temelinstromimporteur E.ON verkauft werden. Profit geht also vor die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung", verurteilt Mayer den Ausverkauf der österreichischen Energiewirtschaft an die deutsche E.ON.

Nach dem Appell an die Bürgermeister ruft Greenpeace nun auch alle Österreicher auf, sich mit ihrem Beitrag gegen Temelin zu beteiligen. Die Bürgermeister und deren Gemeinden, die die Greenpeace-Deklaration bereits unterschrieben haben, werden auf einer Schautafel aufgelistet. Bisher haben über 330 österreichische und über 130 bayrische Bürgermeister ihrem Stromversorger die Kündigung angedroht, sollte dieser nicht seine Atomstromlieferverträge mit dem deutschen Atomstromkonzern E.ON kündigen. E.ON ist der Hauptabnehmer des Atomstroms aus Temelin, und auch die deutschen Konzerne Enron und RWE importieren tschechische Energie und damit zukünftig auch Temelinstrom.

Ohne Exportmöglichkeit für Tschechien wird nach Ansicht von Greenpeace Temelin die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Mit Oktober dieses Jahres ist es allen Haushalten möglich, ihren Stromlieferanten frei zu wählen. "Diese Chance kann jeder Bürger nützen, um konkret etwas gegen die Inbetriebnahme von Temelin zu tun. Protestieren allein ist zu wenig, jetzt geht es darum, aktiv zu handeln", ermutigt Erwin Mayer die österreichischen Bürger es den Taxi Orange-Stars gleich zu tun. "Gemeinsam können wir es schaffen, die Atomstromimporte zu stoppen und mit dazu beitragen, das AKW Temelin zu verhindern", versichern Magenta und Greenpeace-Energieexperte Mayer.

Internet: Formulare mit der Kündigungsdrohung stehen auf der Homepage von Greenpeace unter www.greenpeace.at zum downloaden bereit. Faxe sollen an die Stromversorger geschickt werden.

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