Grünes Licht für Uni-Projekte in Salzburg

Nach monatelangen Vorarbeiten unterzeichneten heute Gehrer und Schausberger Erklärung für Zukunftsprojekte an beiden Unis

Salzburg (OTS) - Nach monatelangen intensiven
Vorarbeiten konnte Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger heute Donnerstag, 15. März, in einem
Gespräch mit der Bundesministerin für Bildung,
Wissenschaft und Kultur, Elisabeth Gehrer,
entscheidende Weichenstellungen für die
Weiterentwicklung des Universitätsstandortes Salzburg
vereinbaren. Im Konkreten geht es um die Projekte Uni-
Park Nonntal, Naturwissenschaftliche Fakultät der
Universität Salzburg, Universität für Musik und
Darstellende Kunst, Mozarteum, und das
Entwicklungskonzept der Universität. Das Ergebnis des
Gespräches wurde in einer verbindlichen Erklärung, die
von beiden Partnern unterschrieben wurde, festgelegt.
Auf Wunsch des Landeshauptmannes wird die
Bundesministerin am 5. April in Salzburg mit
Vertretern der beiden Universitäten zusammentreffen.

Eingangs des Gespräches stellte Bundesministerin
Gehrer ausdrücklich fest, wie sie dies schon in einem
Schreiben an den Rektor der Universität Salzburg,
Univ.-Prof. Dr. Adolf Haslinger, festgehalten hat,
dass der Standort der Universität Salzburg in keiner
Weise in Diskussion stehe. Vielmehr hätten
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger und sie, so wie
Fachbeamte, in den vergangenen Wochen und Monaten
intensive Verhandlungen über die Weiterentwicklung der
beiden Universitäten in Salzburg geführt, die am
gestrigen Abend und am heutigen Morgen abgeschlossen
werden konnten.

Im Einzelnen geht es darum, dass die Bundesministerin
grünes Licht für den städtebaulichen Wettbewerb für
den Neubau der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der
Universität Salzburg, Uni-Park Nonntal, gegeben hat,
womit allen Unkenrufen, so Schausberger, der Boden
entzogen wurde. Die Bundesministerin stellte auch den
Standort der Naturwissenschaftlichen Fakultät Salzburg
außer Zweifel. Die Universität muss jedoch dazu bis
Ende Dezember 2001 in einer Arbeitsgruppe
Schwerpunktsetzungen festlegen. Außerdem ist die
Standortdiskussion um die Unterbringung der
Universität für Musik und Darstellende Kunst,
Mozarteum, beendet. Es bleibt beim bisherigen Standort
Altes Borromäum an der Dreifaltigkeitsgasse. Das
Sanierungsprogramm wird unverzüglich umgesetzt und
nach Festlegung des restlichen Raumbedarfes weitere
Standorte gesucht. Das Bundesministerium übernimmt für
die Verhandlungen auf Bundesebene dazu die
Federführung. Sowohl Bundesministerin Gehrer als auch Landeshauptmann Schausberger erwarten nun endlich von
der Universität Salzburg die Vorlage eines
Entwicklungskonzeptes über zukünftige
Schwerpunktsetzungen und Positionierungen. Die
Universität Salzburg muss "ihre Hausaufgaben machen",
so Schausberger und Gehrer übereinstimmend. "Da sind
uns andere Universitäten leider weit voraus", bedauert Schausberger, der diese Gesamtevaluierung der
Universität Salzburg unter Einbeziehung des in Kürze
vorliegenden Wissenschafts- und Forschungsleitbildes
des Landes dringend von der Universität Salzburg
urgiert.

Grünes Licht für Uni-Park Nonntal

In der von Schausberger und Gehrer unterzeichneten
Erklärung stellte die Bundesministerin ihre
Bereitschaft fest, unverzüglich an dem von der Stadt
Salzburg geplanten Wettbewerb für den so genannten
"Uni-Park Nonntal", der auch den Neubau der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität
Salzburg einschließt, teilzunehmen. Dies bedeutet, so
Schausberger, grünes Licht für das Projekt Uni-Park
Nonntal. Es werde keine zusätzlichen Verhandlungen mit
dem Finanzministerium über die Wettbewerbskosten
geben, da Gehrer bereit sei, den Anteil des Bundes aus
ihrem Ressort aufzubringen. Die Wettbewerbskosten
werden, wie vorgesehen, 50:50 zwischen Bund und Stadt
aufgeteilt.

Die Stadt Salzburg müsse nunmehr mit dem
städtebaulichen Wettbewerb beginnen und die
notwendigen Voraussetzungen klären. Dazu gehören die
Frage des Verfügungsrechtes über die Grundstücke sowie
die Formulierung für die Ausschreibung des
städtebaulichen Wettbewerbes. Es wird von der Stadt
Salzburg erwartet, dass die Forderungen aus dem
Akademievertrag zur Gänze von der Stadt Salzburg
(sowie vom Land bereits geschehen) als vergleichsweise
bereinigt bewertet werden. Schausberger hielt fest,
dass die Anpassung der Wettbewerbsausschreibung an die
neuen Eigentumsverhältnisse
(Bundesimmobiliengesellschaft) und die
Flächenvorstellungen einzig und allein zwischen dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
und der Universität Salzburg abgeklärt werden. Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität

Salzburg außer Zweifel

Der Standort der Naturwissenschaftlichen Fakultät
steht entgegen den in der Öffentlichkeit geäußerten Befürchtungen außer Zweifel, heißt es in der
unterzeichneten Erklärung der beiden Politiker. Auch
hier muss die Universität konkrete
Schwerpunktsetzungen hinsichtlich der künftigen
Entwicklung und der Standorte der
Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität
Salzburg vornehmen. Dazu wird eine Arbeitsgruppe auch
unter Heranziehung externer Experten eingerichtet, die
vom Wissenschaftsministerium, Land und Universität
Salzburg beschickt wird. Sie muss, auf Drängen des Landeshauptmannes, bis spätestens 31. Dezember 2001
Ergebnisse für diese Schwerpunktsetzungen und
Standortfragen vornehmen. Dabei ist das in Kürze
vorliegende Wissenschafts- und Forschungsleitbild des
Landes miteinzubeziehen. Sollte der Standort Itzling
dafür beansprucht werden, stehe das Land zu seiner Finanzierungszusage von jährlich acht Millionen
Schilling auf 15 Jahre, sagte Landeshauptmann
Schausberger zu.

Mozarteum-Standortdiskussion beendet

Das Ergebnis des heutigen Gespräches brachte auch eine
Beendigung der Standortdiskussion für die Universität
für Musik und Darstellende Kunst, Mozarteum. Es bleibt
beim alten Standort Dreifaltigkeitsgasse (Altes
Borromäum). Aufgrund neuer Untersuchungen kann das
derzeit ungenützte Gebäude um rund 350 bis 400
Millionen Schilling wieder betriebsfähig gemacht
werden. Dieses Sanierungsprogramm werde unverzüglich
umgesetzt, betont Gehrer in der unterzeichneten
Erklärung, damit die Universität Mozarteum spätestens
im Mozartjahr 2006 wieder auf dem alten Standort
konzentriert werden kann. Verbleibende
Raumerfordernisse sollen in einer Arbeitsgruppen
zwischen Bund, Land, Stadt und Universität Salzburg
erhoben werden, wobei Übereinstimmung bestand, dass es
nicht zu viele Standorte geben soll. Es wurde
ausdrücklich festgehalten, dass das
Wissenschaftsministerium die Federführung für die
Verhandlungen auf Bundesebene übernimmt. Auf Drängen
des Landeshauptmannes wurde dafür ein konkreter Termin
festgesetzt: der 31. Dezember 2001.

Entwicklungskonzept der Universität Salzburg

Bundesministerin Gehrer und Landeshauptmann
Schausberger erwarten nunmehr von der Universität
Salzburg dringend eine Gesamtevaluierung des Angebotes
und die Vorlage eines Entwicklungskonzeptes über
zukünftige Schwerpunktsetzungen und Positionierungen.
Andere Universitäten, so Schausberger mit Bedauern,
seien hier offenbar weit voraus. Diese
Planungsarbeiten der Universität sollen auch das in
Kürze vorliegende Wissenschafts- und
Forschungsleitbild des Landes miteinbeziehen.

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