"Internet kills the TV star" - Medianutzung im neuen Jahrtausend

Diskussion am 14. März 2001

Wien (OTS) - Das Internet nimmt rasanten Einzug - nicht nur in die Geschäftswelten, sondern vor allem auch in die Konsumgewohnheiten im Freizeitbereich. Verstärkt wird dieser Trend durch die heutigen Kinder und Jugendlichen, für die Internet schon heute ein reguläres Tool zur Befriedigung ihrer Konsumwünsche geworden ist. Der Frage, ob Werbung und Marketing im Internet auf Kosten der Werbung im TV gehen, galt eine Podiumsdiskussion der International Advertising Association - Austrian Young Chapter, die am Mittwoch, dem 14. März, im Wiener webfreetv.com-Studio in der Buchhandlung Amadeus stattfand. Unter der Leitung von Mag. Harald Riener, (Wiener Städtische / Präsident IAA Austrian Young Chapter) diskutierte eine hochkarätige Runde, bestehend aus Mag. Markus Breitenecker (SevenOne Media Austria), Peter Harrer (Nestlé Österreich GmbH), Christian Moser (Panmedia), Karl Pachner (ORF) und Roman Padiwy (webfreetv.com).

Roman Padiwy verwies in seinem Eingangsstatement darauf, dass Internet und TV komplementär genutzt werden, und dass sich das Internet derzeit in einer Konsolidierungsphase befinde. In zwei bis drei Jahren, so schätzt Padiwy, werden vor allem serviceorientierte Internetangebote übrigbleiben.

Markus Breitenecker hinterfragte den Titel der Veranstaltung und stellte die Frage in den Raum, ob das Internet überhaupt eine Chance gegen das Fernsehen habe. Derzeit helfe Präsenz im TV dem Internet mehr, als dies umgekehrt der Fall sei

Karl Pachner stellte in Frage, ob es sich bei dem Internet um ein Medium, und nicht viel mehr um eine Kommunikationstechnologie handle. Die Basis für den Erfolg des Internet sei, dass es der Kommunikation zwischen Menschen diene und daher spezifisch anders genutzt werde als das Fernsehen.

Christian Moser betonte in seinem Statement, dass die Nutzung von Internet zwar vordergründig auf Kosten der TV-Nutzungszeit gehe, dass aber gerade in den jungen und gebildeten Zielgruppen die Mediennutzung insgesamt zunehme und sich Tendenzen zur parallelen Nutzung von Internet und Fernsehen herauskristallisieren.

Peter Harrer stellte fest, dass die Werbe- und Marketingbudgets der Unternehmen nicht größer würden, und daher entscheidend sei, ob man seine spezifischen Zielgruppen erreichen würde. Derzeit wisse man zuwenig über die Internet-Nutzer, um sie gebündelt ansprechen zu können, weshalb die werbetreibende Wirtschaft bisher eher Zurückhaltung übe.

Die anschließende Diskussion drehte sich vorwiegend um die Frage, welche Contents ein attraktives Umfeld für die Platzierung von Werbebotschaften im Internet darstellen. Einigkeit herrschte darüber, dass zielgruppenspezifische und internet-adäquat aufbereitete Informationen eine bessere Werbeumwelt bieten als "general interest"-Angebote im Internet. Ein wesentlicher Punkt der Diskussion drehte sich auch um die Frage, inwieweit sich die Internetnutzung in die Freizeit verschiebe und dies zu Lasten der TV-Nutzung. Alle Diskussionsteilnehmer stimmten darin über, dass das gegenwärtige Wissen über die Internetnutzer noch ausgebaut werden müsse, um der werbetreibenden Wirtschaft aufschlussreiche Informationen über das Potential der Werbung im World Wide Web zu geben.

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