SP-Muttonen: Haider potentieller Kandidat für US-Watchlist ?

Kritik an Haiders antisemitischen verbalen Ausfällen

Wien (SK) Als "immer wieder entlarvend" bezeichnete die Kärntner SP-Abgeordnete Christine Muttonen die Sprache des FPÖ-Altparteiobmannes Jörg Haider: "Mittlerweile wundert sich zwar niemand über rassistische Aussagen aus dem Munde Jörg Haiders, antisemitische Töne hat er immer schon angeschlagen und er hat auch immer schon Ausdrücke, die in die Nähe des nationalsozialistischen Gedankenguts gehen, benutzt. Er hat, was seine geistige Haltung betrifft, auch aus seiner Absetzung als Kärntner Landeshauptmann 1991 nichts gelernt. Stark geändert hat sich allerdings die ÖVP, die seinen Rücktritt - wie auch damals - fordern sollte und jetzt schweigt", kritisierte Muttonen die Aschermittwoch-Aussagen Haiders und seine gestrigen Reaktionen auf Kritik an denselben. ****

Mit der Sensibilität einer Dampfwalze bediene sich Haider für politisches Kleingeld oder eine bloße Erwähnung in den Medien rassistischer und antisemitischer Ober-, Unter- und Zwischentöne. Haider sei "unwürdig, Landeshauptmann zu sein" und hätte dieses Amt zum Wohl Kärntens und Österreichs schon längst zurücklegen sollen. "Nachdem er diese Größe und Würde weder in seiner Sprache noch in seiner Verantwortung besitzt, sollten die anderen Parteien ihm ihr Misstrauen aussprechen", forderte Muttonen. In erster Linie sei dies von der ÖVP einzufordern, die sich aber erst dann sehr zaghaft zu Wort gemeldet habe, nachdem das weitaus sensiblere Ausland und dessen Presse mit Erschütterung und Erstaunen auf die jüngsten Haider-Aussagen reagiert habe. Der Sinneswandel der ÖVP sei auch daran zu erkennen, dass es die ÖVP-Proponeten tunlichst vermeiden würden, Haider direkt zu kritisieren.

"Haider spielt sein altbekanntes Spiel weiter: Auf berechtigte Kritik reagiert er beleidigt und versucht diese Kritik sofort Österreich umzuhängen. Damit lenkt er gekonnt ab und ist plötzlich bei ganz anderen Themen. Seine eigenen Worte disqualifizieren ihn; bei der bestehenden Sensibilität der USA antisemitische und rassistische Aussagen betreffend, läuft Haider Gefahr, in Kürze zu Recht auf der Watchlist zu landen", formulierte Muttonen abschließend. (Schluss) se/mm

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