AK gegen Privatisierung der Wasserversorgung

Wien (AK) - Die AK warnt vor einem Ausverkauf der Wasserversorgung an ausländische Konzerne und ist daher gegen einen Verkauf der EVN-Anteile an einen internationalen Stromriesen. Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat im Vorjahr Anteile des Wasserversorgungsverbandes in Niederösterreich übernommen. Wenn die Regierung ihre Privatisierungspläne bei den Energieversorgern vollständig umsetzt, käme es zu ausländischer Kontrolle der Wasserversorgung und auch zu teureren Wasserpreisen, befürchtet die AK. Die AK fordert daher eine österreichische Stromlösung. Dafür sollen Regierung und die Strom-Eigentümer sorgen. "Die Konsumenten haben ein Recht auf eine sichere Wasser- und Energieversorgung, das muss eine öffentliche Aufgabe bleiben," betont die AK. ****

Im Vorjahr hat die EVN die Mehrheit am niederösterreichischen Wasserversorgungsverband Nösiwag übernommen. Die AK befürchtet nun, dass eine Privatisierung der EVN-Anteile auch zum Ausverkauf der niederösterreichischen Wasserversorgung führt. Die derzeitige Wasserversorgung garantiert den Konsumenten eine hohe Qualität und ein große Sicherheit in der Versorgung. Eine Verschleuderung der Wasserversorgung an einen profitorientierten Konzern würde sich dieser im Interesse der Aktionärsgewinne teuer bezahlen lassen.

Die derzeitige Versorgung garantiere den Österreichern eine hohe Qualität und ein Maximum an Versorgungssicherheit. In fast allen europäischen Ländern sei die Wasserversorgung eine Aufgabe der öffentlichen Hand, verweist die AK. So betrage der öffentliche Anteil an der Wasserversorgung in Deutschland 82 Prozent, in Finnland 90 Prozent, in Belgien 95 Prozent, in Italien 96 Prozent, in Schweden 98 Prozent, in Portugal 99 Prozent und in Dänemark, Griechenland, irland, Luxemburg und den Niederlanden 100 Prozent.

In den "Paradeländern der Wasserprivatisierung", England und Frankreich habe die Öffnung der Märkte für Private die Wasserpreise drastisch ansteigen lassen: In England sind die Wasserpreise nach der Privatisierung jährlich real um fünf bis sieben Prozent angestiegen. Welch profitables Geschäft der Wasser-Verkauf ist, zeigt, dass schon bei Aktienausgabe die Kurse der privaten Wassergesellschaften um 35 Prozent gestiegen sind.

Die AK fordert daher eine österreichische Stromlösung. Die Regierung und die Strom-Eigentümer müssen sich dafür stark machen, so die AK.

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