Weinmeier: Mariazellerbahn ist österreichisches Kulturerbe

SPÖ ist verantwortlich für das Nebenbahnenproblem

Wien, 2001-03-15 (fpd) - Als Zeichen der Konzeptlosigkeit wertete der niederösterreichische FPÖ-Abg. Ing. Wilhelm Weinmeier die Kritik der SPÖ-NÖ (LAbg. Muzik) bei der Betreibersuche für die Mariazellerbahn. "Rote Verkehrsminister, die seit vielen Jahren für die Verkehrspolitik zuständig waren, sind gemeinsam mit roten Gewerkschaftern für die großen Probleme bei den Nebenbahnen verantwortlich." ****

"Jahrelang wurden die Nebenbahnen und leider auch die Mariazellerbahn finanziell ausgehungert und nichts für Ihre Attraktivität getan", kritisierte Weinmeier. "Mit eigenen ÖBB-Buslinien wurde und wird noch bis heute den ÖBB-Nebenbahnen geschadet. Und jetzt kritisiert die SPÖ unter Verdrängung ihrer eigenen historischen Schuld, daß endlich die Betreibersuche vorangetrieben wird. Und dabei ist es völlig legitim, daß auch mit ausländischen Interessenten gesprochen wird. Das Gespräch am 14. 3. 2001 mit einem großen internationalen Bahnbetreiber mit Sitz in Frankreich und Deutschland ist ein rein informelles und niemand verscherbelt unsere Mariazellerbahn ins Ausland."

Zum Unterschied zur Vergangenheit habe sich die blau-schwarze Regierung nicht ihrer Verantwortung für die Nebenbahnen entzogen und hohe Förderungsmittel für die Erhaltung der Infrastruktur der Nebenbahnen zugesichert, betonte Weinmeier. "Und im Parlament wurde am 1. März 2001 von den Koalitionsparteien auch ein richtungsweisender Beschluß (178/A(E)) für die Erhaltung bzw. Privatisierung von Nebenbahnen beschlossen."

Weinmeier, der seit Jahren mit vielen Mitstreitern über alle Parteigrenzen hinweg für die Erhaltung der Mariazellerbahn kämpft, wartete mit einem neuen Vorschlag auf: "Die Mariazellerbahn muß zum österreichischen Kulturerbe erklärt werden (in Anlehnung an die verschiedenen Weltkulturerbe der UNESCO)." Weinmeier wird diesbezüglich einen Vorstoß im NÖ-Landtag anregen. Von einer niederösterreichischen Regionalbahngesellschaft (SPÖ-Vorschlag) hält Weinmeier nichts, denn das wäre nur eine "Landesausgabe" der ÖBB und an den strukturellen Problemen würde sich nichts ändern.

"Die SPÖ ist durch die jahrelange verfehlte Nebenbahnpolitik verantwortlich, daß die Mariazellerbahn von der Einstellung bedroht ist. Wenn dies verhindert werden kann, ist mir auch ein ausländischer Betreiber recht, wobei natürlich eine österreichische Lösung mit einer Einbindung der Region wünschenswert ist", so Weinmeier abschließend. (Schluß)

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