Aviso, Morgen, Donnerstag: "Wer zahlt, schafft an?"

Bildungspolitische Diskussion mit Gusenbauer, Tumpel u.a.

Wien (SPW) Eine Diskussion zum Thema "Wer zahlt, schafft an?" veranstalten morgen, Donnerstag, um 18.30 Uhr die SPÖ-Erwachsenbildungskommission und das Renner-Institut im Rahmen ihres Netzwerk Innovation im Renner-Institut. Unter der Moderation des Europaabgeordnetem Hannes Swoboda diskutieren der Vorsitzende der SPÖ, Alfred Gusenbauer, der Vorsitzende der SPÖ-Erwachsenenbildungskommission, LAbg. Michael Ludwig, der Präsident der Industriellenvereinigung, Peter Mitterbauer, und der Präsident der Arbeiterkammer, Herbert Tumpel, mit Monika Oels von der Europäische Kommission und Franz J. de Vijlder von der Universität Amsterdam zum Thema "Lebensbegleitendes Lernen als zentrale Herausforderung zukünftiger Bildungspolitik".****

Gerade der Bereich "Erwachsenenbildung" wird von der derzeitigen Regierung mehr und mehr vernachlässigt, wie die bisherigen katastrophalen Regierungsaktivitäten in diesem Bereich zeigen. Die Vorsitzenden der SPÖ-Erwachsenbildungskommission, GR Michael Ludwig und Franz Josef Lackinger stellen deshalb unter dem Motto "Erwachsenenbildung ist MEHR WERT" konkrete Forderungen an die Bundesregierung.

Die sozialdemokratischen ErwachsenenbildnerInnen fordern:
"Jede/r bekommt eine zweite Bildungschance" durch Einrichtung eines gebührenfreien Kollegs für Berufstätige im öffentlichen Schulwesen. "Jede/r hat ein Anrecht auf Weiterbildungszeit" durch Anspruch aller Arbeitnehmer/innen auf eine jährliche Bildungsfreistellung im Ausmaß einer Arbeitswoche unter Fortzahlung des Entgelts. Einführung eines Rechtsanspruchs auf die Bildungskarenz und Anrechnung dieser Karenzzeit auf die Pensionsversicherung.
"Kostenlose (Weiter-)Bildungsinformation und -beratung für alle" durch Aufbau eines flächendeckenden, leicht zugänglichen und gebührenfreien Systems der (Weiter)-Bildungsinformation und -beratung durch Vernetzung und Ergänzung bestehender Einrichtungen. "Schaffung regionaler Bildungszentren für Erwachsene" im Sinne eines regionalen Bildungsverbunds.
"Bessere Koordination der Erwachsenenbildungs-Politik" durch Einrichtung eines bundesweit geeigneten Steuerungsinstrumentes, um in Abstimmung mit den Ländern Erwachsenenbildung unter Berücksichtigung von Zertifizierung und Qualitätskontrolle zu fördern. "Schwerpunktprogramme für Computer und Fremdsprachen" mit verstärktem Ausbau des kostengünstigen und flexibel einsetzbaren Fernunterrichts für Erwachsene - unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien.

Diese Forderungen sind umso aktueller, da Ministerin Gehrer bislang keine Ideen und Konzepte präsentiert, wie der dringend notwendige Ausbau des Weiterbildungssystems erfolgen kann. Und dies trotz der vollmundigen Ankündigung im Regierungsprogramm, wo lebensbegleitendes Lernen zu einem "zentralen Schwerpunkt der Bildungspolitik" erklärt wurde und entgegen den Beteuerungen des derzeitigen Kanzlers Schüssel, bei der Bildung nicht zu sparen,

"Es gibt kaum einen Politikbereich, in dem die Sonntagsreden der Bundesregierung ihren Werktagstaten derartig drastisch widersprechen, wie in der Erwachsenenbildung", stellt Vorsitzender Ludwig klar.

Zeit: Donnerstag, 15. März 2001, 18.30 Uhr
Ort: 1120 Wien, Kreisky-Saal des Renner-Instituts, Eingang via Gartenhotel Altmannsdorf, Hoffingergasse 26-28 (Schluss) sl

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