Greenpeace-Aktion: Schiff mit Gentech-Soja auf Donau gestoppt

Tausende Tonnen Gentech-Soja nach Österreich: Greenpeace fordert Importverbot

Aschach (OÖ)/Wien (OTS)- 25 Greenpeace-Aktivisten stoppten heute mit
mehreren Schlauchbooten das Frachtschiff "Bavaria 55" auf der Donau bei Aschach in Oberösterreich. Das Schiff ist mit ca. 1.500 Tonnen Gentech-Soja für den österreichischen Futtermittelhersteller Garant beladen. Auf dem Schiff wurde ein großes Banner mit der Aufschrift "Stopp Gentech-Soja Importe jetzt!" entrollt. "Die Futtermittelindustrie ersetzt jetzt das infolge der BSE-Krise verbotene Tiermehl durch Gentech-Soja - und das ohne jede Kennzeichnung. Konsumenten und Bauern werden so zu Opfern der Gentech-Industrie", kritisierte Greenpeace-Gentechnik-Experte Thomas Fertl bei der Aktion. Greenpeace ruft die Futtermittel-Hersteller auf, Gentech-Komponenten aus ihren Produkten zu ver-bannen und fordert von Gesundheitsminister Haupt ein sofortiges Importverbot von Gentech-Soja.

Durch das Verbot der Tiermehlverfütterung gelangt als Ersatz
immer
mehr Gentech-Soja in österreichische Tier-Futtermittel. Nach Greenpeace-Schätzungen dürften heuer bereits über 550.000 Tonnen gentechhältiger Soja-Schrot nach Österreich importiert werden. "Vor 10 Jahren hat niemand die Gefahren durch BSE und die Folgen der Fleischkrise abschätzen können. Und niemand weiß heute welche Gefahren vom Einsatz der Gentechnik in Essen und Futtermittel ausgehen und wie sich diese Stoffe langfristig auf die Gesundheit der Menschen auswirken", warnte Fertl.

Nach Recherchen von Greenpeace nimmt der Anteil an Gentech-Soja
in
Futtermitteln seit der BSE-Krise rasant zu. Die Umweltorganisation hat daher eine breite Untersuchungsreihe gestartet, deren Ergebnisse in den nächsten Tagen zu erwarten sind. Da es keine gesetzliche Gentech-Kennzeichnung für Futtermittel gibt, können die Bauern Gentech-Futtermittel nicht als solche erkennen. Auch die Konsumenten wissen nicht, was auf ihren Tellern landet. Bisher hat trotz wiederholter Aufforderungen durch Greenpeace kein Futtermittel-Hersteller Gentech-Soja aus den Futtermitteln verbannt - obwohl es genügend Alternativen gibt.

"Die Österreicher haben sich klar gegen Gentechnik
ausgesprochen",
betonte Fertl. "Der Konsument findet auf dem Endprodukt keinen entsprechenden Hinweis, wenn er Fleisch von mit Gentech-Soja gefütterten Hühnern, Schweinen oder Rindern kauft. Greenpeace fordert deshalb mit Nachdruck die Futtermittelindustrie auf, keine Gentech-Produkte einzusetzen und Minister Haupt muss rasch ein Importverbot für Gentech-Soja verhängen!"

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Rückfragen & Kontakt:

Matthias Schickhofer, Medienstelle/ Greenpeace Österreich in Wien,
tel.: 0676-7309786

Mag. Thomas Fertl, tel: 0699-19542328 bzw. DI Herwig Schuster, tel:
0664-4319214, Gentechnik-Experten Greenpeace Österreich

MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace
Österreich, tel: 0676-5147246 (vor Ort bei der Aktion)

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