EUROPAS UMWELT PROFITIERT VON DER ERWEITERUNG DER EU 2

Ergebnisse einer Studie des Instituts für Angewandte Systemanalyse

Wien/Eisenstadt (OTS) - Ein Beitritt der Mittel- und osteuropäischen Staaten zur EU und die damit verbundene Einführung der EU-Umweltstandards in den Beitrittsländern wird sich positiv auf die gesamteuropäische Umweltsituation auswirken. Das geht aus einer vom Umwelt- und Landwirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg hervor.****

Die wirtschaftliche Erholung in Mittel- und Osteuropa wird mit einer Annäherung an das westliche Konsumverhalten der Privathaushalte zu einer massiven Zunahme des Privatverkehrs und damit einem Anwachsen der verkehrsbedingten Emissionen führen. Im schlimmsten Fall, ohne weitreichende Abgasvorschriften wie sie von der EU vorgeschrieben werden, könnten z.B. die Ozonvorläufersubstanzen in den Beitrittsstaaten in den nächsten 10 Jahren um bis zu 66 % ansteigen. Das würde zu einem verschärften Ozonproblem in den Beitrittsstaaten selbst führen, aber auch negative Auswirkungen auf die EU-Länder haben.

Die Einführung der EU-Umweltstandards in den Beitrittsstaaten würde hingegen - trotz des erwarteten Verkehrsanstieges - einen Rückgang der Ozonvorläufersubstanzen auslösen und somit auch innerhalb der gesamten EU einen Verringerung der Grenzwertüberschreitungen um rund 10 % bewirken. Größte potenzielle Nutznießer wären die Gebiete an der EU-Ostgrenze, wo bodennahes Ozon um bis zu 40 % verringert werden könnte.

Auch der fortschreitende wirtschaftliche Aufhol- und Umstrukturierungsprozess der Mittel- und osteuropäischen Staaten wird massive Auswirkungen auf die europäische Luftqualität haben. Der Kohleeinsatz wird durch den Rückgang der Schwerindustrie und der Einführung moderner und energie-effizienter Produktionsverfahren deutlich abnehmen. Zusammen mit den bald nach der politischen Wende eingeführten nationalen Umweltauflagen führt das zu einer signifikanten Abnahme des traditionellen Schwefel- und Versauerungsproblems. Der IIASA-Studie zufolge ist für das Jahr 2010 einen Rückgang der SO2-Emissionen um ca. 60 % zu rechnen.

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