Kollross: "Novelle zum Suchtmittelgesetz führt zu weiteren Verschlechterungen"

Wien (SK) "Lebenslang für Drogendealer schreckt das organisierte Verbrechen nicht ab, da sich durch die hohen Gewinne im Drogenhandel das Risiko bei weitem auszahlt", merkte heute der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Andreas Kollross, anlässlich der Suchtmittelgesetzesänderung an. "Es werden daher bloß die kleinen Dealer auf der Strecke bleiben, die durch den Verkauf von Drogen ihre Sucht finanzieren. Letztendlich führt das neue Gesetz zu mehr Drogenkranken. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Regierung mit ihrer Drogenpolitik dem organisierten Verbrechen in die Hände arbeitet". ****

"Die Regierung scheint die Drogenökonomie nicht zu durchschauen. Es sind die Verbotsgesetze, die den Drogenhandel boomen lassen. Das organisierte Verbrechen kann die Preise und die Qualität für Drogen beliebig steuern, ohne Rücksicht auf normale Marktgesetze. Nur eine veränderte Drogenpolitik kann das organisierte Verbrechen zurückdrängen. Die jetzige Vorgangsweise ist daher als unvernünftig und kontraproduktiv zu bezeichnen".

"In der Drogenpolitik sollte die Schweiz unser Vorbild sein. Die Eidgenossen haben erkannt, dass die restriktive Drogenpolitik zu nichts führt. Die Novellierung des Suchtmittelgesetzes ist nicht mehr als ein Wahlkampfgag der angeschlagenen Regierungsparteien. Eine alternative Drogenpolitik sollte ohne Vorurteile diskutiert werden und aus der tagespolitischen Auseinandersetzung heraus gehalten werden", so Kollross abschließend. (Schluss) ps/mp

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/53427-275

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK/NSK