Brauner bei AMS-Projekt "Girls go Technics"

Wien, (OTS) Im Rahmen der vorwöchigen Bürgermeister-Pressekonferenz hat Stadträtin Mag. Renate Brauner ein Zukunftspaket für Mädchen und Frauen vorgestellt, das sich vor allem der Aus- und Weiterbildung für Frauen und Mädchen in der IT-Branche widmet. Insgesamt wurden 21 Projekt im Gesamtausmaß von 95 Millionen Schilling vorgestellt. Mittwoch besuchte die Frauenstadträtin eines der vorgestellten Projekte. Es handelt sich um "Girls go Technics", ein AMS-Projekt, das sich an 15 bis 19-jährige Mädchen, die entweder eine Lehrstelle suchen oder bereits arbeitslos sind, richtet. In vier Monaten lernen die Mädels von den Grundkenntnissen der Programmierung bis zur Homepagewartung, von allgemeinen Sozial- und Kommunikationskompetenzen bis zu Konfliktmanagement alles, was für den Einstieg in die IT-Branche wichtig ist. In zwei weiteren Monaten können Spezialisierungen vorgenommen werden. "Wir alle wissen, dass die IT-Branche boomt und, dass vor allem in den Ballungsräumen der Bedarf an Fachkräften steigen wird. Mit diesem Projekt ist ein wichtiger Schritt gesetzt, dass diese Entwicklung auch den Mädchen und jungen Frauen in dieser Stadt zu Gute kommen soll", betonte daher Stadträtin Brauner bei ihrem Besuch. Das Projekt läuft seit 26. Februar und insgesamt nehmen 31 Mädchen an der Ausbildung teil. "Girls go Technics" ist ein Pilotprojekt des AMS-Jugendliche.****

Gleiche Chancen für Frauen und Mädchen in Zukunftsbranchen

"Das Ziel ist", so Brauner weiter, "die Anzahl von Frauen in den Zukunftsbranchen in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen." Grund zum Optimismus bestehe dahingehend, dass die Lage am Wiener Arbeitsmarkt - "Dank der hervorragenden Kooperation von Arbeitsmarktservice, Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungs-Fonds, Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und Wiener Stadtverwaltung" - für Frauen bereits jetzt überdurchschnittlich erfreulich sei. Allein im Bereich des Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungs-Fonds werden jährlich rund 50 Millionen Schilling in die Arbeitsmarkzukunft für Frauen und Mädchen investiert.

Nach Umfragen, etwa der Industriellen Vereinigung, glauben rund 80 Prozent der befragten Unternehmen (Sample 970), dass der Bedarf an IT-Fachkräften in den nächsten zwei bis fünf Jahren steigen wird. Und je nach Studie ergibt sich für Österreich in den nächsten Jahren ein zusätzlicher Bedarf von 10.000 bis 13.000 IT- Fachkräften. Für die Stadt Wien, die IT-Metropole Österreichs, sind solche Prognosen von besonderer Bedeutung, arbeiten doch fast 40.000 der insgesamt 60.000 österreichischen IT-Fachkräfte in der Bundeshauptstadt. Allein in der Bundeshauptstadt wird demnach bis 2003 ein Bedarf von bis zu 9.000 hoch qualifizierten Fachkräften bestehen. Derzeit gibt es in Wien fast 12.000 Ausbildungsplätze im Informations-, und Kommunikationstechnologien-Bereich, alleine an den Universitäten mehr als 8.000. Hier liegen vor allem für die Mädchen noch Zukunftsfelder brach, finden sich doch unter den Technik-StudentInnen nach wie vor kaum Mädchen.

Im Bereich Internet sind die Frauen allerdings am besten Weg aufzuholen, was ihnen die Männer voraus haben. Insgesamt hat der Anteil der InternetnutzerInnen in den letzten vier Jahren um 30 Prozent zugenommen, wie eine Studie von Integral und Fessel-GfK ergeben hat. 50 Prozent der Männer nützen das weltweite Netz und jede dritte Österreicherin ist online. Am meisten wird - laut Studie - das Internet von SchülerInnen und StudentInnen genützt. Im europäischen Vergleich liegen die skandinavischen Ländern mit 50 Prozent Internetnutzung im Spitzenbereich, Italien ist mit 25 Prozent das Schlusslicht und Österreich liegt mit 40 Prozent im oberen Bereich. Tendenz steigend.

Der Wiener Arbeitsmarkt - gute Aussichten für die Wienerinnen

Die gute wirtschaftliche Entwicklung und die zusätzlichen arbeitsmarktpolitischen Initiativen im Rahmen des "Territorialen Beschäftigungspakt Wien" haben bereits 1999 die positive Trendwende am Wiener Arbeitsmarkt ermöglicht. Der Arbeitsmarkt in Wien bilanzierte auch 2000 insgesamt positiv. Im Jahresdurchschnitt 2000 waren 59.655 Personen arbeitslos vorgemerkt, das bedeutet gegenüber dem Jahresdurchschnitt 1999 ein Minus von 12,8 Prozent.

Diese positive Entwicklung ist in Wien vor allem Frauen zugute gekommen. Die Frauenarbeitslosigkeit sank im Jahresdurchschnitt 2000 gegenüber 1999 um 4.363 Personen bzw. um 15,2 Prozent. Im Vergleich dazu ist die Arbeitslosigkeit der Männer um 11 Prozent zurückgegangen.

Arbeitslosenquote Wien Frauen und Männer 1996 bis 2000:

1996 1997 1998 1999 2000
Frauen 6,8 7,4 8,0 7,4 6,3
Männer 8,6 9,0 9,4 8,8 8,0
(Schluss) kat

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