Studentensprecherin lehnt Kindergeld als "realitätsfremdes Engagement" ab

Kritik von weiblichen Studenten an Maßnahme der Bundesregierung

Wien (OTS) - Die Studentensprecherin der Fachhochschule für Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung, Maria Doppelbauer, hat brieflich an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum Kindergeld Stellung bezogen. Dem Brief war heftige Kritik, vor allem der weiblichen Studenten, an der Einführung des Kindergeldes vorrausgegangen.

Doppelbauer verweist in ihrem Schreiben an Schüssel auf "unzählige empirische Studien, die belegen, dass der niedrigen Geburtenrate keinesfalls durch Erhöhung von Karenzgeld (oder wie immer die Ausgleichszahlung zum fehlenden Lohn/Gehalt genannt wird) bzw. der Verlängerung des Bezugszeitraumes entgegen gewirkt werden kann". Sie wundert sich, dass diese Studien offenbar dem Obmann einer nach Eigendefinition "Wirtschaftspartei" nicht bekannt sind.

Im weiteren fordert Doppelbauer die Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen die ein Nebeneinander von Kind und Beruf wirklich ermöglichen. "Richten Sie Ihren Blick bitte nach Skandinavien. Dort ist die Frau nicht erst in der jüngeren Vergangenheit selbstverständlicher Partizipant am Arbeitsmarkt, sondern schon seit der Arbeitsmarkt als solcher besteht. Natürlich wurden dort schon sehr früh Einrichtungen für die Kinderbetreuung geschaffen und klarerweise findet hier Frau optimale Bedingungen vor, sich selbst verwirklichen. So stelle ich mir auch persönlich die Voraussetzungen für Kind und Karriere vor, was die Verwirklichung meiner Zielsetzungen in privater und beruflicher Hinsicht anbelangt."

Das Bemühen um das Kindergeld bezeichnet Doppelbauer abschließend als "realitätsfremdes Engagement" das es wieder nicht die rechtlichen und materiellen Rahmenbedingungen für Frauen schafft Kinder und Beruf zu vereinbaren.

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