SPÖ-Aktion zum Welttag der Konsumentenrechte: "Biooffensive jetzt - Gesundes Essen für alle!"

SPÖ-Kritik an heimischer Agrarpolitik: "Wir beißen nicht in den sauren Apfel!"

Wien (SK) Unter dem Motto "Bio-Offensive jetzt - Gesundes Essen für alle!" verteilte heute der SPÖ-Parlamentsklub anlässlich des morgigen Welttags der Konsumentenrechte Bioäpfel an die Passanten in der Mariahilferstrasse und informierte über die SPÖ-Forderungen zu einer völligen Neuorientierung der heimischen Agrarpolitik. "Alle KonsumentInnen haben das Recht auf gesunde Lebensmittel. Nach BSE und Schweinemast-Skandal steht die Landwirtschaft vor dem Scheideweg:
Entweder man wurstelt weiter wie bisher oder schlägt endlich neue Wege ein - mit gesunden Lebensmitteln und einer gesunden Umwelt", so SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima an die Adresse der Bundesregierung. Für SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl ist die jetzige Krise auch eine große Chance für grundlegende Veränderungen: "Weg von der Masse, hin zur Klasse! Doch die Antwort von Blau-Schwarz auf die aktuelle Landwirtschaftskrise sind leider nur schöne Worte statt konkreter Taten und eine Kürzung der Förderungen für Biovereine von ohnehin läppischen 14 auf 11 Millionen." ****

Die SPÖ fordert unter anderem eine Biooffensive mit einer Verdoppelung des Biobauern-Anteils auf 20 Prozent bis 2010, eine flächendeckende Ökologisierung und artgerechte Tierhaltung. Zudem muss laut SPÖ das derzeitige Agrar-Förderungssystem grundlegend geändert werden, die Förderungen müssen u. a. an ökologische Mindeststandards gekoppelt werden. "Außerdem muss endlich ein modernes, lückenloses Kontrollsystem installiert und alle Lebensmittel müssen mit Herkunftsbezeichnungen versehen werden", fordert SPÖ-Konsumentensprecher Johann Maier. "Auch die Selbstkontrolle durch das Landwirtschaftsressort muss endlich abgestellt werden. Kontrollen müssen künftig durch die Gesundheitsbehörden vorgenommen werden, ansonsten führen sie sich selbst ad absurdum."

Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl ist die Regierung dringend gefordert, auf die aktuellen Lebensmittelskandale zu reagieren: "Viel zu lange wurde längst überfällige Reformen verschleppt. Landwirtschaftsminister Molterer hat der mächtigen Agrarlobby stets die Stange gehalten, man erinnere sich nur an die strikte Weigerung Molterers, ein generelles Tiermehl-Verbot zu erlassen. Erst durch den Druck der Opposition und der EU hat der Minister umgeschwenkt." Auch Doris Bures, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin, kritisiert die Regierung scharf. "Das Chaos etwa in der Frage der BSE-Folgekosten ist unerträglich und es ist zu befürchten, dass wieder einmal wir Konsumenten zur Kassa gebeten werden." (Schluss) ps/mp

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