OMV-Betriebsräte: Gegen Zerschlagung der OMV

Volle Unterstützung der Gewerkschaften

Wien (Gewerkschaft Metall - Textil/ Gewerkschaft der Privatangestellten/Gewerkschaft der Chemiearbeiter/ÖGB). "Zerschlagung der OMV und Gehaltseinbußen für die Beschäftigten" befürchtet der OMV Betriebsrat durch die Vorgangsweise des Vorstandes. Die Betriebsräte der OMV AG werden daher am Donnerstag, 15. März 2001, gegen die Absicht des Vorstandes, kaufmännische Dienste (EDV, Buchhaltung,..) und den Gassektor auszugliedern, protestieren. ++++

Im Vorfeld der Betriebsrätekonferenz gab es Dienstag und Mittwoch früh zwei Protestaktionen bei den OMV Füllstationen Lobau bzw. Schwechat. Betriebsräte blockierten gemeinsam mit Beschäftigten die Zufahrten zu den Füllstationen. Sie wollten damit ein symbolisches Zeichen im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag, 15. März, setzen, dass es ihnen mit ihren Protestmaßnahmen sehr ernst ist.

"Sollte der Vorstand seine Pläne durchziehen, wird er mit harten Protesten der Belegschaft und ihrer Vertretung rechnen müssen", sagt Ing. Leopold Abraham, Zentralbetriebsratsvorsitzender der OMV AG, heute früh bei der Protestaktion in Schwechat. "Die Beschäftigten wollen nichts vom Vorstand, sie wollen nur in Ruhe arbeiten können und sie wollen, dass die OMV ein integriertes Öl- und Gasunternehmen bleibt." Das Vertrauen der Belegschaft und des Betriebsrates in den Vorstand sei nicht mehr vorhanden, weil dieser zwar mit dem Betriebsrat schriftliche Vereinbarungen getroffen, sich aber nicht daran gehalten habe. Konkret geht es zum Beispiel im Falle von Auslagerungen um die Freiwilligkeit des Arbeitsplatzwechsels oder darum, dass es keine finanziellen Einbußen für die Beschäftigten geben werde. "Wir wollen eine OMV ohne Angst, die den Menschen eine Zukunft bietet, mit einer ordentlichen Lehrlingsausbildung und mit Chancengleichheit für alle Mitarbeiter", so Abraham.

Die zuständigen Gewerkschaften Metall - Textil, Gewerkschaft der Privatangestellten und Gewerkschaft der Chemiearbeiter stehen hinter der Vorgangsweise des Betriebsrates und unterstützen die Protestaktionen. Betriebsrat und Gewerkschaften fordern:
o die Erhaltung der OMV AG als ein integriertes Unternehmen
o Einhaltung des Arbeitsverfassungsgesetzes, daher volle und rechtzeitige Einbindung des Betriebsrates in alle wichtigen Entscheidungen
o keine arbeitsrechtlichen Verschlechterungen durch Auslagerungen und Reorganisation
o Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der OMV AG

Gleichzeitig mit der morgen, Donnerstag, stattfindenden Aufsichtsratssitzung wird eine Betriebsrätekonferenz stattfinden. Rund 100 Betriebsräte aus ganz Österreich werden, je nach dem wie der Aufsichtsrat in der Gasfrage entscheidet, ihre weiteren Maßnahmen festlegen. "Der Vorstand trägt die alleinige Verantwortung für die derzeitige Eskalation, wir wollten diesen Konflikt nicht", so Abraham.(nk)

ÖGB, 14. März 2001 Nr. 190

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