Außenhandel Österreichs im Jahr 2000: Einfuhren überschritten erstmals eine Billion Schilling

Wien, 2001-03-14 - Der österreichische Außenhandel entwickelte sich nach Berechnungen der STATISTIK AUSTRIA das ganze Berichtsjahr 2000 hindurch sehr dynamisch. Die Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,7% auf 1.022 Mrd. S (74,3 Mrd. Euro), wodurch erstmals die Billionengrenze überschritten wurde; die Exporte erhöhten sich um 14,8% auf 951,6 Mrd. S (69,2 Mrd. Euro). Diese lebhafte Entwicklung war im Handel mit Drittstaaten etwas stärker ausgeprägt als im Handel mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. In der Gliederung nach Warengruppen wurden einfuhrseitig die stärksten Zuwachsraten bei Energie und Investitionsgütern, ausfuhrseitig bei Halbfertigwaren sowie Investitions- und Konsumgütern verzeichnet. Die Entwicklung des Agraraußenhandels verlief für Österreich günstig - obwohl die Zuwachsraten der Exporte unterdurchschnittlich waren, überstiegen sie dennoch kontinuierlich jene der Importe. Das Defizit der Warenverkehrsbilanz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% auf 70,4 Mrd. S (5,1 Mrd. Euro).

Die Wareneingänge aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erhöhten sich im Vergleich zum Berichtsjahr 1999 um 9,1% auf 674,3 Mrd. S (49,0 Mrd. Euro) und die Versendungen dorthin um 11,4% auf 580,0 Mrd. S (42,2 Mrd. Euro), wodurch das Defizit um 3,3% auf 94,3 Mrd. S (6,9 Mrd. Euro) verringert wurde.

Aus den Drittstaaten wurden Waren im Werte von 347,7 Mrd. S (25,3 Mrd. Euro) bezogen und im Werte von 371,6 Mrd. S (27,0 Mrd. Euro) geliefert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Importe um 24,0%, die Exporte konnten um 20,4% zulegen. Das Aktivum im Handel mit Drittstaaten verringerte sich aufgrund dieser Entwicklung um 14,7% auf 24,0 Mrd. S (1,7 Mrd. Euro).

Im Gegensatz zu den Werten des Gesamtjahres entwickelten sich die Importe im Berichtsmonat Dezember 2000 deutlich dynamischer als die Exporte. Die Einfuhren beliefen sich auf 81,6 Mrd. S (5,9 Mrd. Euro) und die Ausfuhren auf 69,8 Mrd. S (5,0 Mrd. Euro), wodurch sich ein Defizit von 11,8 Mrd. S (0,9 Mrd. Euro) ergab, das etwa dreimal so hoch war wie im Dezember 1999 (3,6 Mrd. S; 0,3 Mrd. Euro).

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