Heinzl zu EVN-Verkauf: Niederösterreicher nicht mehr Herr ihrer Trinkwasserversorgung

Schüssel, Bartenstein und Pröll betreiben "massiv fahrlässige Politik", wenn sie EVN-Verkauf zustimmen

Wien (SK) "Die negativen energie- und wirtschaftspolitischen Auswirkungen eines Verkaufs von 27 Prozent der Aktien der EVN an einen ausländischen Atomstromkonzern könnten auch auf einen anderen Bereich durchschlagen", befürchtet der St. Pöltner SPÖ-Abgeordnete Anton Heinzl. "Sollte der EVN-Ausverkauf wirklich zustande kommen, so sind die Niederösterreicher nicht mehr Herr ihrer Trinkwasserversorgung", gab Heinzl am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu bedenken. ****

Seit wenigen Monaten ist die EVN auch Eigentümer des niederösterreichischen Trinkwasserversorgers NÖSIWAG - und damit für die Wasserversorgung eines Großteils der niederösterreichischen Städte und Gemeinden verantwortlich, stellte Heinzl dazu fest. "Ausländische Beteiligungen mit einem doch maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik eines Unternehmens sehen vielleicht andere Schwerpunkte, beispielsweise die besonders gewinnträchtige Vermarktung österreichischen Trinkwassers vordringlicher an, als die im öffentlichen Interesse liegende Versorgungssicherheit für die Städte und Gemeinden unseres Bundeslandes", warnte der SPÖ-Abgeordnete.

Heinzl sieht somit "dunkle Wolken" über einem weiteren wichtigen öffentlichen "Versorger" in Niederösterreich aufziehen: "Komfort und Sicherheit für die niederösterreichischen Konsumenten könnten schon bald der Vergangenheit angehören, wenn zukünftig besonders die Gewinninteressen ausländischer Konzerne bedient werden müssen. Preissteigerungen - sowohl bei Energie als auch bei Trinkwasser -sind ebenso wenig auszuschließen wie Verzögerungen beim Ausbau des Versorgungsnetzes sowie die gänzliche Streichung von wichtigen Investitionen."

"Bundeskanzler Schüssel, Wirtschaftsminister Bartenstein und der NÖ-LH Pröll betreiben, wenn sie dem Verkauf der EVN-Anteile ihre Zustimmung geben, nicht nur eine kurzsichtige, sondern eine massiv fahrlässige Politik gegen die Interessen der österreichischen Bevölkerung. Dies könnte sich schon in kürzester Zeit rächen - und zu massiven Mehrbelastungen für die Kunden der EVN und der NÖSIWAG führen", so Heinzl abschließend. (Schluss) hm/mm

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