"Die Wissenschaft von heute schafft die Arbeitsplätze von morgen"

Wien (OTS) - Anlässlich der heute stattgefundenen Promotio sub auspiciis preaesidentis rei publicae hob der Rektor der Universität Wien und Vorsitzende der Österreichischen Rektorenkonferenz, Univ.-Prof. Dr. Georg Winckler, die Bedeutung der Wissenschaft und Forschung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Österreichs hervor. Ziel der Universitätsreform müsse sein, "die zentrale Aktivität der Universitäten, nämlich die Forschung und die forschungsgeleitete Lehre in Zukunft zu stärken und nicht zu schwächen". Darüber hinaus "gilt es international weiterhin leistungsfähig zu bleiben", um dem wissenschaftlichen Nachwuchs Perspektiven eröffnen zu können.

Weiters betonte der Rektor, dass Reformen nur über die Führung eines offenen Dialogs gelingen können. Zu berücksichtigen sei jedenfalls, "dass Bildungsausgaben nicht alternativ zu Pensionsausgaben diskutiert werden. Vielmehr erhöhten Bildungsausgaben das Wirtschaftswachstum, das wiederum die Finanzierung des Sozialsystems erleichtere.

Der Bundespräsident, Dr. Thomas Klestil, unterstrich in seiner Ansprache die Verantwortung der Bundesregierung für bildungspolitische Weichenstellungen, die über tagespolitische Auseinandersetzungen hinausreichen müsse. Klestil zitierte den ehemaligen deutschen Präsidenten der Standford University, Gerhard Casper: Dieser betonte in einer Studie, dass europäische Universitäten im Vergleich zu US-amerikanischen Universitäten zu wenig eigenständig und autonom agierten und auf gezielte Elitenförderung zu wenig geachtet würde.

Nach Ansicht des Bundespräsidenten liegen die derzeit geführten Diskussionen zu hochschulpolitischen Fragestellungen im Interesse der Öffentlichkeit, die diesem wichtigen, gesellschaftspolitisch relevanten Thema keinesfalls gleichgültig gegenüber stünde. Darüber hinaus bekannte sich der Bundespräsident zum freien Zugang zur Bildung. Angesichts der derzeitigen Diskussionen an den Universitäten über die geplanten Änderungen des Dienstrechtes drückte der Bundespräsident sein Verständnis für die Ängste und Sorgen der Universitätsassistentinnen und Universitätsassistenten aus, "die sich jahrelang auf eine Unikarriere vorbereitet haben." Er betonte wiederholt die Notwendigkeit eines Dialogs aller Beteiligten und appellierte an die Verantwortlichen, dass "Studierende nicht die Leidtragenden einer Reform sein dürfen."

Beide Redner betonten die Wichtigkeit der Forschung und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuches. Die Schaffung von Forschungsschwerpunkten trage zur Bildung von intellektuellem Kapital maßgeblich bei und sei eine der Grundvoraussetzungen, um international mithalten und im Wettbewerb der Wissensgesellschaft bestehen zu können. Nur wenn Wissenschaft und Forschung eine Zukunft haben, ist der Wirtschaftsstandort Österreich gesichert.

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