Foodnet: Firmen-Netzwerk erfolgreich mit Leben erfüllt

Fünf Salzburger Lebensmittelerzeuger gründeten vor einem Jahr "Foodnet Salzburg" - Salzburger "Ernährungs-Cluster" zieht erste Bilanz

Salzburg, 12. März 2001/WK Sbg."Foodnet Salzburg", eine einzigartige Kooperation von fünf führenden
Unternehmen der Ernährungswirtschaft im Bundesland Salzburg, hat sich eindeutig bewährt und bringt nachrechenbare Vorteile. Die Firmen des Salzburger "Ernährungs-Clusters" - Alpenmilch, Wiberg, Seeburger, Stiegl und Salzburg Schokolade - ziehen nach einem Jahr eine erste erfolgreiche Bilanz.<p>
"Mit Foodnet Salzburg, das im Jänner 2000 offiziell gestartet wurde, wollen wir durch gemeinsame Projekte auf vielen betrieblichen Ebenen Stärke gewinnen und unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Das ist uns schon im ersten Jahr gelungen!", freute sich "Foodnet-Sprecher" Dipl.-Ing. Hans Steiner, Geschäftsführer der Alpenmilch Salzburg GmbH.<p>
Abgesehen vom wirtschaftlichen Nutzen der Firmenkooperation, die in ihrer Art in Österreichs Lebensmittelwirtschaft ohne Beispiel ist, betont Steiner auch die positiven wirtschaftspolitischen Effekte der Zusammenarbeit:<p>
C Foodnet stärkt die Partner-Unternehmen, die als mittlere und größere Betriebe der Salzburger Lebensmittelwirtschaft voll dem nationalen und internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind, und dies noch dazu in einer schwierigen Phase für die Ernährungsproduzenten insgesamt. Motto: "Nicht die Fusion, sondern die Kooperation ist die Antwort auf die Globalisierung der Märkte".<p>
y Insgesamt wird dadurch das Wachstum eines wichtigen Salzburger Wirtschaftssektors und seiner bedeutenden Unternehmen gesichert. Die Foodnet-Partner kommen gemeinsam immerhin auf einen Umsatz von 4,1 Mrd. S und beschäftigen 1500 Mitarbeiter. <p>
( Im Wirtschaftsleitbild des Landes Salzburg wird die Lebensmittelwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft als wichtiger Zukunftsschwerpunkt betrachtet. Neben den "offiziellen Cluster-Projekten" Holz und Multimedia leistet Foodnet Salzburg als "Privatinitiative" wertvolle Aufbauarbeit für den Wirtschaftsschwerpunkt Lebensmittelwirtschaft im Bundesland Salzburg. "Unser Ziel ist es mehr denn je, gerade in Zeiten eines Vertrauensverlustes der Konsumenten in Lebensmittel, Salzburg zum Vorzeigeland für eine vorbildliche Lebensmittelwirtschaft zu entwickeln. Foodnet Salzburg hat bewiesen, dass dieser von Salzburger Unternehmen gestartete Cluster seine vorgesehenen Funktionen erfüllt und mehr und mehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Firmenkulturen wird", erklärt Dipl.-Ing. Steiner. <p>
0 "Letztendlich handeln wir als Kooperationspartner auch in Gesamtverantwortung für den Wirtschaftsstandort Salzburg. Wir fühlen uns Salzburg verpflichtet. Wir wollen hier unsere Firmen ausbauen und Arbeitplätze sichern", umreißt "Foodnet"-Sprecher Steiner den weiteren wirtschaftspolitischen Hintergrund der Initiative.<p>

Foodnet Salzburg - tragfähiges Netzwerk geknüpft<p>
Im ersten Jahr an Aktivitäten hat Foodnet Salzburg eine funktionierende Netzwerk-Architektur aufgebaut. Eng ist in dem Projekt die Sektion Industrie der WK Salzburg eingebunden, die zusammen mit dem EBS Technisches Büro für Lebensmittel und Biotechnologie/Anif eine wichtige Consulting-Rolle übernommen hat. Ein Projektplan für zwei Jahre wurde erstellt, Arbeitsgruppen im Bereich Einkauf, Energie, Instandhaltung, Qualitäts-Management, Versicherungen, E-Commerce und Fuhrpark-Management eingerichtet.<p> Aus den Projekten von Foodnet hob Dipl.-Ing. Steiner vor allem zwei erfolgreich installierte Aktivitäten hervor: durch gemeinsames Verhandeln gegenüber der Salzburg AG wurde ein günstigerer Stromtarif für die Foodnet-Partner erzielt. Weiters wurde eine Kooperation mit dem Verpackungserzeuger Mosburger in Straßwalchen in die Wege geleitet.<p>
Salzburg AG - regionaler Partner für Energie und Wasser<p> Ende des vergangenen Jahres hat Foodnet mit der Salzburg AG eine längerfristige Vereinbarung über die Energielieferung abgeschlossen. Die Verträge mit den einzelnen Foodnet-Mitgliedern wurden im November bzw. Dezember 2000 fixiert. Bis zum 31. Dezember 2002 sind damit optimale Bedingungen garantiert.<p>
"Gleich in den ersten Monaten ihres Bestehens ist es der Salzburg AG gelungen, mit Foodnet Salzburg eine längerfristige Partnerschaft einzugehen. Die Foodnet-Mitglieder waren schon vorher Kunden der SAFE bzw. der Salzburger Stadtwerke. Durch die Bündelung ihres Einkaufes können sie als bedeutende Multi-Utility-Kunden mit einem Gesamtumsatz von 45 Mill. S bessere Konditionen erzielen", so Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber, im Vorstand der Salzburg AG u.a. für Verkauf und Marketing zuständig. "Foodnet als erfolgreiches Netzwerk großer heimischer Unternehmen ist ein wichtiger Geschäftspartner für uns: sowohl, was die regionale Bedeutung betrifft, aber natürlich auch im Hinblick auf die breite Angebotspalette der Salzburg AG. Jedes Mitglied bezieht im Rahmen der Vereinbarung neben Strom zumindest ein weiteres Produkt - Wasser, Gas oder Fernwärme. Mit Stiegl und Alpenmilch nutzen beispielsweise zwei der größten Wasserverbraucher in der Landeshauptstadt die Vorteile, welche ihnen die Salzburg AG als Multi-Utility-Anbieter offerieren kann."<p>

Wellpappeverpackungen vom Salzburger Partner Mosburger<p> Immerhin 2,3 Mill. Quadratmeter Wellpappe im Gegenwert von rund 13,6 Mill. S beziehen die Foodnet-Partner pro Jahr an Wellpappeverpackungen von der Straßwalchner Firma Mosburger. "Mosburger und die Foodnet-Firmen können hier voll den Vorteil der Nähe ausspielen", betont Mosburger-Verkaufsleiter Ing. Herbert Feldmann. Foodnet Salzburg nimmt zum einen die Vorteile eines gebündelten Einkaufs in Anspruch, was sich günstig auf den Preis auswirkt, Mosburger wiederum wurde Lieferant für alle Foodnet-Partner, die Wellpappe-Verpackungen benötigen, wie etwa Verpackungsteile für 20er-Joghurt-Steigen, Bier-"6er-Tragerl" oder Verpackungen für Seeburger- und Wiberg-Produkte. Die Kooperation läuft seit April 2000.<p>
Die Firma Mosburger begreift sich dabei als regionaler Wirtschaftspartner des Foodnet-Netzwerkes und fühlt sich auch der Philosophie der regionalen Stärke, die das Netzwerk besonders betont, verbunden. "Die Kooperation mit Foodnet Salzburg entspricht ganz der eigentlichen Cluster-Idee, als Netzwerk Impulse zu setzen und die regionale Wirtschaft einzubinden. Außerdem müssen die Verpackungen nicht von weit her geliefert werden, das Prinzip der kurzen Wege entlastet auch die Umwelt", betont Ing. Herbert Feldmann. <p>
Foodnet-Aufwand - nach einem Monat amortisiert<p>
Die Zusammenarbeit im Rahmen von Foodnet Salzburg hat auch positive "bilaterale" Effekte: Zur Zeit laufen gleich vier Entwicklungsprojekte jeweils zwischen einzelnen Partnern von Foodnet Salzburg.<p>
Insgesamt lassen sich die Kosteneinsparungen durch alle Foodnet-Projekte mit rd. 5 Mill. S beziffern. Die Aufwendungen der Partner für Foodnet haben sich nach internen Berechnungen bereits nach etwas mehr als einem Monat amortisiert.
"Foodnet Salzburg hat jedoch nicht nur die Aufgabe, bezifferbare Synergie-Effekte zu erzielen, sondern dient auch dazu, eine partnerschaftliche Basis für die Zusammenarbeit zu legen. Wir pflegen laufend Informationsaustausch und messen mit internen Benchmarks die Leistungsfähigkeit der Unternehmen in der Gruppe", beschreibt Steiner weitere Funktionen des Netzwerkes. <p>
Der "Ernährungs-Cluster" ist übrigens für neue Partner offen. Den Firmen eröffnet sich damit ein Netzwerk, das seine Bewährungsprobe bestens bestanden hat, neue Kooperationen und Entwicklungschancen bietet und insgesamt alle gemeinsam stärker werden lässt." <p> Foodnet Salzburg: Das regionale Lebensmittel-Netzwerk Adolf-Schemel-Straße 9. 5020 Salzburg, Tel.: +43(0)662/6382-0, Fax: +43(0)662/6382-838, eMail: fns@foodnet-
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