GPA-Jugend: Österreich braucht eine tatsächliche Bildungsoffensive

Lage an den Universitäten ist hoch explosiv - Studiengebühren zurücknehmen

Wien (GPA/ÖGB). "Die Bildungspolitik von heute entscheidet über die Zukunftschancen unserer Jugendlichen. Obwohl die Bundesregierung keine Gelegenheit auslässt, die Zukunftsorientierung ihrer eigenen Politik zu beschwören, spart sie bei der wahrscheinlich wichtigsten Ressource einer Gesellschaft, der Bildung. Die bereits beschlossenen Studiengebühren machen Bildung zu einem Privileg für jene, deren Eltern über genügend Einkommen verfügen. Wir fordern daher die Rücknahme dieser unsozialen Maßnahme", erklärt die Vorsitzende der GPA-Jugend, Barbara Novak-Schild, anlässlich der heutigen Nationalrats-Sondersitzung zum Thema ‚Bildungspolitik‘.++++

Der Vorsitzende der GPA-StudentInnen, Ernst Ruppert, bezeichnet die Stimmung an den Universitäten als ‚explosiv‘. "Aufgrund der fehlenden konstruktiven Verhandlungsbereitschaft des Bildungsministeriums bezüglich des neuen Dienstrechts für das Lehrpersonal und den überstürzten und nicht ausgegorenen Vorschlägen zur Privatisierung der Universitäten und der Weigerung, nochmals über die drohenden Studiengebühren zu verhandeln, hat die StudentInnenvertretung der GPA Verständnis für Kampfmaßnahmen bis hin zur Aussetzung von Lehrveranstaltungen".

Grundbedingung müsse allerdings sein, dass es Studierenden möglich ist, sowohl für das Wintersemester 2000/01 als auch für das Sommersemester 2001 Prüfungen abzulegen, da dies im Hinblick auf Stipendien- und Familienbeihilfebezug äußerst wichtig ist. Weiters müsse der Informationsfluss und die Solidarität zwischen Lehrenden und Studierenden gewährleistet sein, so Ruppert.

"Wir treten gemeinsam mit den Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen für eine tatsächliche Offensive in der Bildungspolitik ein. Dazu gehören eine bessere materielle Ausstattung der Bildungseinrichtungen genauso wie eine breite Diskussion über anstehende gravierende Organisationsänderungen. Die GPA wird sich auch massiv dafür einsetzen, dass das geplante Volksbegehren gegen Studiengebühren zu einer breiten Bewegung für eine echte Bildungsoffensive in unserem Land führt", so die GPA-Jugend abschließend.

ÖGB, 12. März 2001
Nr. 187

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