Öllinger: Schüssel bedient sich antisemitischer Stereotype

Ursache für Antisemitismus liegt nicht bei den Juden

Wien (OTS) Die Ursache für Antisemitismus bei den Juden zu suchen, um damit ein Verständnis für antisemitische Aussagen herzustellen, ist ein klassisches, antisemitisches Muster: Ursache und Schuld wird damit den Juden untestellt. Wenn diese sich anders verhalten würden, würde es auch keinen Antisemitismus geben. Würde also Muzcant keine 'unglücklichen Aussagen machen', dann gäbe es keinen Antisemitimus, hat Schüssel in der gestrigen ORF-Pressestunde argumentiert. Damit hat der Bundeskanzler den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant dafür verantwortlich gemacht, daß der Kärntner Landeshauptmann gegen Muzicant antisemitische Töne anschlug. "Schüssel hat sich damit eines klassischen antisemitischen Musters bedient. In keinem anderen europäischen Land würde eine derartige Aussage ohne Konsequenzen bleiben", so Öllinger.

"Das weitere Argument Schüssels, 'eine Büttenrede ist keine demokratiepolitisches Hochamt', zeigt, daß er Haider höchstens Biertischniveau zugesteht. Damit gibt Schüssel zu, was die Grünen Haider immer vorgeworfen haben, nämlich daß Haider und seine FPÖ nicht regierungsfähig ist", so Öllinger. "Das Schlimmste an diesem jämmerlichen Argument ist allerdings, daß der Bundeskanzler den Antisemitismus am Biertisch für akzeptabel hält," so Öllinger

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