NÖ startet Pilotprojekte in der Palliativmedizin

Sobotka: Auch Angehörige in ganzheitliche Betreuung integrieren

St.Pölten (NLK) - Die Durchführung von drei Pilotprojekten in Niederösterreich bewirkte NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bei den Verhandlungen des Österreichischen Krankenanstaltenplanes 2001 (ÖKAP) mit dem Bund hinsichtlich der Aufnahme der Palliativmedizin in den ÖKAP: In Waidhofen an der Thaya wird sich in Zukunft eine eigene Abteilung der Palliativmedizin annehmen. Im Krankenhaus Scheibbs versucht man, Palliativpatienten in den bereits bestehenden Abteilungen des Krankenhauses unterzubringen. Zusätzlich startet in den Krankenanstalten Lilienfeld und Gmünd der Pilotversuch eines eigenen mobilen Palliativteams.

Die Palliativmedizin ist die Betreuung schwerstkranker Unfallpatienten oder unheilbar kranker Menschen, die unter starken Schmerzen leiden. Ziel ist, sie nach einer geeigneten Behandlung mit verbesserter Lebensqualität in ihre gewohnte Umgebung zu entlassen. "Das erfordert eine andere medizinische und pflegerische Leistung, beispielsweise in der psychologischen Betreuung, in der Betreuung durch Ärzte der Anästhesie oder auch Seelsorge", so Sobotka.

"Es gibt hinsichtlich Methodik und Kosten derzeit noch wenig Erfahrungswerte, die uns aber die geplanten Pilotprojekte bringen sollen. Wir werden vor allem Auswirkungen betreffend Patienten- und Angehörigenzufriedenheit, Falldokumentationen und die Situation des Personals evaluieren, um das Know-how in diesem Bereich zu verbessern", erklärt Sobotka. "Nicht zuletzt wollen wir auch die Angehörigen mehr in die ganzheitliche Betreuung integrieren und auch damit Niederösterreich noch mehr zu einer Insel der Menschlichkeit machen", präzisiert Sobotka.

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