13.000 zusätzliche Arbeitsplätze durch Wärmedämmung

Private Finanzierungsmodelle für die thermische Sanierung von Wohnbauten stärker nutzen

Wien (GBH/ÖGB). "Will Österreich das "Toronto-Ziel´ - Reduktion der CO2-Emissionen von 1998 um 20 % bis zum Jahr 2005 - erreichen, so müssen über 10 Milliarden Schilling pro Jahr in die Wärmedämmung investiert werden", betont der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer.++++

Eine aktuelle Studie der Donauuniversität Krems attestiert der Wärmedämmung an Fassaden ein Gesamtinvestitionspotential von 106,8 Milliarden Schilling und damit weitreichende positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre könnten 6.600 Arbeitsplätze pro Jahr gesichert werden.

"Contracting-Modelle" erleichtern Investitionen im Bereich des Umweltschutzes, insbesondere bei Energieeinsparungen. Ein Teil dieser Investitionen könnte dadurch finanziert werden, dass Einsparungen im Energiebereich zur Abdeckung der vorfinanzierten Investitionen verwendet würden. Driemer: "Private Finanzierungsmodelle sind zu begrüßen, müssen sich aber für die Investoren, die Nutzer und die Volkswirtschaft rechnen."

"Eine Verbesserung der Wärmedämmung des alten Gebäude- und Hausbestandes leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Luftschadstoffen und zur Einsparung von fast zwei Drittel der Heizkosten, sondern kann auch über 13.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen", so Driemer weiter, "Berechnungen der Arbeiterkammer belegen, dass jede zusätzlich investierte Milliarde Schilling in die Wärmedämmung die Wertschöpfung um 1,03 Milliarden Schilling erhöht, überdies noch 1.380 neue Arbeitsplätze schafft und um 0,46 Milliarden Schilling mehr an Steueraufkommen bringt."

"Jede Verringerung der Mittel für Sanierung und Adaptierung bedeutet nicht nur eine Umweltbelastung durch erhöhten Energiebedarf und eine unnötige Belastung der Handelsbilanz, sondern würde auch den Arbeitsmarkt in der Bauwirtschaft und die Bauwirtschaft selbst negativ belasten", führt Driemer abschließend aus. (hk)

ÖGB, 12. März 2001
Nr. 183

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