"Kleine Zeitung" Kommentar: "Feuer im ORF" (von Frido Hütter)

Ausgabe vom 12. März 2001

Graz (OTS) - Es kommt immer wieder vor: In diversen Talkshows,
meist in Privatsendern, treten Leute auf, die schlicht und einfach lügen. Sie erfinden kurioseste Storys, um ein paar Minuten Fernsehglanz und ein paar Zeilen im Print-Boulevard zu ergattern.

So weit, so unbedeutend. "profil" bringt heute eine Story etwas anderer Art: Demnach habe die Redaktion der ORF-Sendung "Vera" kürzlich die Geschichte der, mit 39 Jahren endlich erlösten "männlichen Jungfrau" getürkt. Alles nicht wahr.

Das wäre an sich schlimm genug: Aber dazu kommt der Verdacht, dass die "Vera"-Leute offenbar wussten, dass der betreffende Kandidat unter einer schweren Kopf-Krankheit leidet, dass man ihm (falsche) Sätze sogar in den Mund legte und dass man die Proteste jener, welche die wahren Tatsachen kannten, einfach ignorierte.

Sollte das stimmen, werden "Vera" & Vera selbst Riesenprobleme bekommen. Solche Sendungen sind ein Risiko an sich. Wenn aber das "Team" selbst zum Risiko wird, dann ist wirklich Feuer am Dach. Und Feuer kann man bekanntlich unter keinen Teppich kehren. ****

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