Onodi: Mariazellerbahn darf nicht in ausländische Hände fallen

Französischer Betreiber sichert nicht österreichische Nahverkehrsinteressen

St. Pölten, (SPI) - Mit "großer Skepsis" sieht die St. Pöltner Landtagsabgeordnete und Zweite Präsidentin des NÖ Landtages Heidemaria Onodi die aktuelle Entwicklung in Sachen Mariazellerbahn, wonach die für den Bezirk St. Pölten so wichtige Schmalspurstrecke offensichtlich an einen französischen Betreiber gehen soll. "Wenn im Vorfeld der vom Verkehrsressort von LH Erwin Pröll immer wieder angesprochenen Ausschreibungen bereits französische Manager von Verkehrsunternehmen zu lokalen Vorträgen geladen werden, so scheinen gewisse Weichen von politischer Seite aus bereits in eine ganz bestimmte Richtung gestellt zu sein", so Onodi zu einer Einladung des Tourismusverbandes Pielachtal über einen Vortrag am 14. März mit Direktor Michel Quindort vom französischen Verkehrsunternehmen CGEA-Connex-Konzern.****

"Für mich als St. Pöltner Abgeordnete steht außer Frage, dass österreichische Nahverkehrsinteressen am besten durch österreichische Betreiber gesichert sind", so Onodi. In Österreich gibt es seriöse Interessenten, welche an einer Weiterführung der von den ÖBB zur Schließung vorgesehenen Nebenbahnen interessiert sind. Weiters gilt es festzustellen, dass NÖ noch immer mit den ÖBB einen aufrechten Nahverkehrsvertrag hat, der dem Land eine starke Verhandlungsposition hinsichtlich zukünftiger Entscheidungen über den Weiterbetrieb der Nebenbahnen sichert.

"Ausländische Verkehrsunternehmen stellen in aller erster Linie ihre Gewinninteressen in den Vordergrund, politische Einflußnahmen hinsichtlich Nahverkehr und touristische Interessen sind praktisch nicht möglich. Sollten die Gewinne nicht im angestrebten Ausmaß zu realisieren sein, könnten wir in einigen Jahren wieder vor der Problematik des Zusperrens der Mariazellerbahn stehen. Schon allein deshalb sollte eine österreichische Lösung angestrebt werden. Weder der ‚Ausverkauf‘ österreichischer Kernindustrien, noch der ‚Ausverkauf‘ österreichischer Verkehrsbetriebe liegen im Interesse der Bevölkerung. Deshalb wenden sich die NÖ Sozialdemokraten gegen ausländische Lösungen im Bereich einiger weniger Nebenbahnen. Ganz im Gegenteil müssen alle Nebenbahnen fortgeführt werden - und zwar durch ohnehin bereits vorhandene österreichische Interessenten", so die St. Pöltner Landespolitikerin.
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