FORMAT: Rechstextremismus - Straftaten leicht rückläufig

Staatsschützer warnen vor "ideologisch nicht gefestigten Gewalttätern"

Wien (OTS) - Erstmals stellten die Staatsschützer des Innenministeriums eine Aufsplitterung der heimischen Neonaziszene in zwei Hauptgruppen fest. Das berichtet FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf den noch unveröffentlichten Rechtsextremismusbericht für das Jahr 2000. Das Nachrichtenmagazin zitiert aus dem Rohentwurf der ministeriellen Expertise: "Für die Verbreitung des Gedankengutes zeichnen vorwiegend Personen mit ausgeprägtem intellektuell-ideologischem Hintergrund verantwortlich, während Gewalt gegen Personen oder Sachen meist von jungen, ideologisch nicht gefestigten Tätern ausgeübt wird."

Wie aus dem FORMAT vorliegenden Berichtsentwurf hervorgeht, war die Zahl der Rechtsaktivisten im Vorjahr "leicht rückläufig". So wurden insgesamt 336 rechtsextremistische, fremendenfeindliche oder antisemitische "Tathandlungen" registriert - um elf Prozent weniger als 1999. Alarmierendstes Detail des Dossiers: Mehr als 25 Prozent aller im Vorjahr ausgeforschten NS-Straftäter waren Jugendliche. Auch der Sachschaden, der durch neonazistische Vandalenakte angerichtet wurde, ist exorbitant angestiegen. Die Experten errechneten ein Plus von 84 Prozent.

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