"profil": "Binder-Brief" trug auch handschriftliche Vermerke

Graphologe analysierte aber nur Unterschrift

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, trug der im Keller des späteren Haider-Leibwächters Horst Binder gefundene Brief auf der Rückseite auch handschriftliche Vermerke, die bislang noch nicht analysiert wurden.

Bei dem Brief aus dem Jahr 1994 handelt es sich - laut Inhalt - um ein Begleitschreiben zu Unterlagen aus dem Polizei-Compuer EKIS, die der damalige Polizist Horst Binder seinem späteren Chef auf Wunsch übermittelt. Der Graphologe Walter Muckenschnabel stellte im vergangenen Dezember fest, die Unterschrift sei gefälscht, stamme also nicht von Binder.

Wie jetzt bekannt wird trägt das Schreiben aber weitere handschriftliche Notizen, die von Muckenschnabel nicht untersucht wurden. Ein Schriftgutachter soll noch im März klären, wem diese Handschrift zuzuordnen ist. Damit könnte das Rätsel um den Brief aus dem verschlossenen Kellerabteil Binders in einem neuen Licht erscheinen.

Der Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Friedrich Schindler, bestätigte gegenüber "profil" die Existenz dieser Notizen.

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