FORMAT: Sallmutter übt scharfe Kritik an Kindergeld und Ambulanzgebühren

Hauptverbandspräsident Hans Sallmutter: Sozialpolitik der Regierung ist "dilettantisch", Ambulanzgebühr "asozial", Kindergeld "Populismus pur".

Wien (OTS) - SPÖ-Gewerkschafter und Noch-Hauptverbandspräsident Hans Sallmutter holt im Interview mit der am Montag erscheinenden Ausgabe von FORMAT zum Rundumschlag gegen die Regierung aus. Sallmutter, den Sozialminister Herbert Haupt als Hauptverbands-Präsident ablösen will, über die Arbeit der schwarz-blauen Koalition: "Es wird zum Nachteil aller Beteiligten dilletantisch gearbeitet. Das bindet Ressourcen, kostet ein Schweine-Geld, und am schlimmsten ist, daß man damit die Menschen extrem verunsichert. Es kennt sich ja niemand mehr aus. Aber die Regierung versteht es meisterhaft, die Schuld anderen zuzuschieben." Die Ambulanzgebühren bezeichnet Sallmutter als "die asozialste Form der Beitragserhöhung, die es gibt". Außerdem seien bei der Einführung "unglaubliche Schlampereien passiert". Heftig kritisiert der Präsident auch die Einführung des Kindergeldes: "Die finanziellen Folgen des Kindergeldes für die Pensionen sind nicht einmal berechnet. Das ist dilletantisch, Populismus pur und sozial nicht treffsicher." Sallmutter zur Pensionsreform: "Sie ist auf jeden Fall unsozial. Die Leute sind verärgert, weil sie mit Lügen überschüttet werden"

Gerüchte, daß er von den Sozialpartnern in der Causa Hauptverband geopfert werden soll, bestätigt Sallmutter indirekt: "Da kochen viele im Hintergrund ihre Suppe. Wenn sie mich weghaben wollen, dann sollen sie mich entheben. Es wird mir nicht der Nachfolger ausrichten können, daß ich gehen muß. Solche Spielregeln gibt es nicht einmal in Bagdad."

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