AKNÖ-Präsident Staudinger: Vorstoss der Gewerblichen Versicherung bedenklich

Bundeszuschuss für die Pensionen der Selbständigen bei über 60%

Wien (OTS) Mit Befremden reagiert AKNÖ-Präsident Josef Staudinger auf die heutigen medialen Vorschläge der gewerblichen Sozialversicherung. "Wenn die Gewerbliche Sozialversicherung Beiträge für Jungunternehmer senken will, dann soll darüber ehrlich diskutiert werden, vor allem wie das ganz genau finanziert wird", erklärt Staudinger, "sonderbar sind in diesem Zusammenhang aber alle Vorstöße von Präsident Sigl, anderen Sozialversicherungsträgern "gute Tipps" und höhere Selbstbehalte zu verordnen". Dass die Arbeiter und Angestellten zur Finanzierung der Selbständigen- Versicherung beitragen sollen, ist für Staudinger ein absurder Vorschlag. "Faktum ist, dass der Bundesbeitrag in der Pensionsversicherung der Gewerblichen Sozialversicherten 1999 satte 60,8% betragen hat, im Vergleich beträgt der Bundeszuschuss im ASVG Bereich rund 17%. Sich jetzt hinzustellen, und zu behaupten, dass man in der Gewerblichen Pensionsversicherung positiv bilanziere ist ein Hohn".

Präsident Sigl bemängelt darüber hinaus, dass Arbeitnehmer, die erst kurz vor der Pension in die Selbständigkeit wechseln, die Sozialversicherung ungerechterweise belasten. Da kann man ihm nur raten, die Gesetze besser zu kennen, bevor er solche Aussagen tätigt: "Die Wahrheit ist, dass jene Kasse die Pension leistet, in der der Versicherte die überwiegende Mehrheit der letzten 15 Jahre vor Pensionsantritt die meisten Versicherungsmonate erworben hat.
Im Fall dieser so genannten Wanderversicherung ist für einen
fairen Ausgleich zwischen den Berufsgruppen gesorgt!".
Falsch ist im Übrigen auch die Behauptung, die unselbständig Beschäftigten leisteten keine Selbstbehalte: Die neuen Ambulanzgebühren sind ein Selbstbehalt. Genauso die Verpflegungskostenbeiträge, Zuzahlungen zu Heil- und Hilfsmittel oder Kurbeiträge.
AKNÖ Präsident Staudinger fordert die Gewerbliche Sozialversicherung und ihren Präsidenten Sigl zur Rückkehr zu Daten und Fakten auf. "Wenn man mit einem Vorstoß zur Beitragssenkung an die Medien geht, dann sollte man das fundiert machen, in dieser Form mit verdrehten Zahlen und Bestimmungen ist
es eher peinlich", kritisiert Staudinger.
Wobei für den Arbeiterkammer Präsidenten die Absichten hinter dem heutigen Vorstoß klar erkennbar sind: "Arbeiter und Angestellte sollen zur Finanzierung der Selbständigen Kasse beitragen. Dort soll dann der Bundesbeitrag gesenkt werden. Budgetsanierung, zwar über Umwege, aber wie immer auf Kosten der ArbeitnehmerInnen.Damit will man wieder einmal von unten nach oben umverteilen. Das ist skandalös!"

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