Frauentag: Brauner ehrt "besondere und beeindruckende" Frauen

Frauen der Lagergemeinschaft Ravensbrück und Pionierin der Anti-Gewalt-Arbeit

Wien, (OTS) Aus Anlass des internationalen Frauentags steht
das Rathaus ganz im Zeichen der Frauen. Einen besonderen Akt der Auszeichnung zum Frauentag gab es gleich in der Früh:
Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner ehrte 15 Überlebende des KZ-Ravensbrück mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien und Rosa Logar, eine Pinonierin in der Anti-Gewalt-Arbeit mit der Prof.-Dr.-Julius-Tandler-Medaille der Stadt Wien in Silber. Als "besonderen Anlass und eine besondere Ehre" bezeichnete Brauner
die Ehrungen und bedankte sich bei allen Geehrten, denn "ohne Sie wären wir heute nicht, wo wir sind". Dies gelte sowohl für Rosa Logar, "deren Lebenslauf sich wie die Geschichte der österreichischen Anti-Gewalt-Arbeit liest aber im besonderen für Frauen der Lagergemeinschaft Ravensbrück", unterstrich Brauner. ****

"Sie alle, auch die, die heute nicht unter uns sind, waren während des Nationalsozialistischen Regimes im Lager Ravensbrück interniert und haben sich in den letzten Jahrzehnten insbesondere als Zeitzeuginnen zur Verfügung gestellt. Sie haben vor allem
durch Gespräche mit der jungen Generation in Wiener Schulen und durch Auftritte in der Öffentlichkeit und in den Medien ihr persönliches Schicksal unter den Bedingungen eines menschenverachtenden Vernichtungssystems ohne Hass dargestellt. Dadurch wurde Generationen von Schülerinnen und Schülern eines der dunkelsten, wenn nicht das dunkelste Kapitel unserer Geschichte näher gebracht, wobei diese Form der Konfrontation oft mehr
bewirkt hat, als der übliche Geschichtsunterricht", betonte die Stadträtin in ihrer Festrede und bedankte sich bei den Überlebenden des Lagers Ravensbrück dafür, "dass Sie so lebenslustig, so stark, so energisch geblieben sind".

Rosa Logar, die mit der Prof.-Dr.-Julius-Tandler-Medaille der Stadt Wien in Silber für besondere Verdienste um das Wohl der Wiener Familien ausgezeichnet wurde, war eine der
Mitbegründerinnen des ersten österreichischen Frauenhauses, das in Wien eingerichtet wurde. 1992 gründete sie die Beratungsstelle für Frauen in Frauenhäusern mit und half beim Aufbau der Informationsstelle gegen Gewalt. Seit 1988 ist sie Obfrau des Vereines der autonomen österreichischen Frauhäuser und ist eine der Mitautorinnen des am 1. Mai 1997 in Kraft getretenen Gewaltschutzgesetzes, in dessen Zug die Interventionsstellen gegen Gewalt eingerichtet wurden. Die Interventionsstelle in Wien wird
von Frau Logar geleitet.

"In allen ihren Betätigungsbereichen hat sich Frau Logar hervorragende Verdienste zum Schutz von Frauen vor familiärer Gewalt erworben und war dabei stets auch auf eine gute Kooperation und Vernetzung aller beteiligten Institutionen bedacht.
Insbesondere war ihr auch die Zusammenarbeit mit der Polizei auf einer partnerschaftlichen Ebene wichtig, die bereits vor Jahren darin gemündet hat, dass die Wiener Polizeischüler(innen) im Zuge ihrer Ausbildung auch von Mitarbeiterinnen der Wiener Frauenhäuser geschult werden", hob die Frauenstadträtin daher in ihrer Rede hervor. (Schluss) kat

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