Schenner: Tourismuswirtschaft stellt sich auf neue Förderungen ein

Untergrenze bei Jungunternehmern weggefallen - Kammer hat sich mit Forderung durchgesetzt

Wien (PWK180) - Die gestern im Wirtschaftsministerium vorgestellte Neustrukturierung der Tourismusförderungen (TOP-Tourismus-Richtlinie 2001-2006), welche künftig wegen des besonderen Know-Hows allein im Wege der Österreichischen Tourismusbank (ÖHT) bereitgestellt werden sollen, wird seitens des österreichischen Tourismus im Grundsatz begrüßt, stellt Johann Schenner, Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, fest.

Die Bündelung aller Förderungen bei der Tourismus-Spezialbank bringe für die gesamte Branche den Vorteil einer einzigen Anlaufstelle ("one-stop-shop") und wahre die Chancen, im internationalen Wettbewerb zu reüssieren. Förderungsmittel werden in Form von Zinsenzuschüssen, Haftungen, Langzeitdarlehen und durch ideelle Hilfestellung gewährt. Damit können die Investitionsvorhaben und Anpassungen im Tourismus finanziell erleichtert werden, betont Schenner.

Alle Mitgliedsbetriebe des Tourismus und der Freizeitwirtschaft können in Hinkunft die Förderungen, die in von den Konditionen her gestaffelt sind, in Anspruch nehmen. Die Zuschüsse betragen
5 % für alle Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft bei Investitionsvorhaben bis zu einer Million Euro (7,5 % bei Infrastrukturvorhaben)
2 % Zinsenzuschuss p.a. (bei der Infrastruktur 3 %) für Investitionskredite für Projekte bis zwei Millionen Euro
bei Vorhaben mit besonderer touristischer Relevanz geht die Förderung von 2 % bis zu einem Volumen von vier Millionen Euro.

Die Kombinationsmöglichkeiten der Förderungen mit Haftungsübernahmen wurden ausgebaut. Künftig sollen Garantien für die Angebotsverbesserung, die lokalen und regionalen Kooperationen, Restrukturierungen und Betriebsneugründungen bzw. -übernahmen bereitgestellt werden.

Einen besonderen Stellenwert hat die Förderung von Unternehmensneugründungen und -übernahmen im Tourismus, vor allem für Kleinbetriebe, wo den Betroffenen und ihren Betrieben, die Umsätze von 150.000 Euro bis zu einer Mio. Euro erwirtschaften, geholfen werden soll.

Verstärkt gefördert werden auch Kooperationen und Clusterbildungen, sowie technologische Neuerungen. Dadurch sollte es zu einer verstärkten Vernetzung der Angebotsstrukturen und zu einem noch besseren Marktauftritt kommen, ist Schenner überzeugt.

Erfreulich sei, dass die ursprünglich vorgesehen Förderuntergrenzen auf 25.000 Euro halbiert wurden. Bei Jungunternehmern ist die Untergrenze praktisch weggefallen, womit der Hauptforderung der Wirtschaftskammer entsprochen wurde.

Dass die Fördermittel im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 13,8 % gekürzt wurden, müsse wegen der radikalen Budgetkonsolidierung leider als Wermutstropfen hingenommen werden, stellt Schenner fest. (hp)

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