LIF-Bolena fordert zum Frauentag Gleichstellungspolitik statt irreführender Versprechen

Kindergeld erschwert Wiedereinstieg in den Beruf

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Frauentages übte die Wiener LIF-Chefin Alexandra Bolena heftige Kritik an den frauenpolitischen Versäumnissen der Bundesregierung. "Mit den konservativen Parteien an der Macht bläst den Frauen verstärkt der kalte Wind der Retraditionalisierung ins Gesicht. Die Regierung will für jene Altersgruppen, für die Kindergeld ausgezahlt wird, die Förderungen von Betreuungseinrichtungen streichen. Hier muss Wien vorbauen und die Betreuungssituation für unter 3-Jährige endlich dem Bedarf anpassen. Denn derzeit wird dieser nur zu 47% gedeckt", kritisierte Bolena.

Die Gleichberechtigung von öffentlichen und privaten Kinderbetreuungseinrichtungen müsse endlich umgesetzt werden. Bislang würden die sparsameren, und auch bei den Öffnungszeiten flexibleren privaten Einrichtungen durch geringere Förderungen und durch die zusätzlich zu verrechnende Mehrwertsteuer benachteiligt.

Bolena machte darauf aufmerksam, dass das Kindergeld gerade im Hinblick auf die fehlende pensionsrechtliche Absicherung kontraproduktiv sei. "Ich möchte, dass Frauen eine echte Wahlmöglichkeit haben. Die Unterstützung beim Wiedereinstieg, Fortbildungsmöglichkeiten während der Karenz sowie ein einkommensabhängiges Karenzgeld sollen Müttern wie Vätern eine Kombination von Karenz und beruflicher Selbstständigkeit ermöglichen", forderte die LIF-Chefin.

Es müsse dafür Sorge getragen werden, dass in Wien im Sinne von Gender Mainstreaming Fraueninteressen in allen Bereichen - ob Bildung, Wohnbau, Wirtschaft oder Kunst und Kultur - berücksichtigt werden. "Nicht nur einzelne Prestigeobjekte, sondern die zugrundeliegenden Strukturen in der Politik müssen an ein modernes Frauenbild angepasst werden - und das nicht nur am Frauentag! Maßnahmen wie die von den Freiheitlichen vorgeschlagene Freifahrt am Frauentag bringen uns hier keinen Schritt weiter. Hier wurde wieder völlig verkannt, worum es am Internationalen Frauentag eigentlich geht", so Bolena abschließend.

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