Weltweit einziger Klima-Wind-Kanal in Wien

Grundstein für technologische Zukunft Österreichs im Schienenfahrzeugbereich gelegt

Wien (OTS) - Am 8. März 2000 fand die feierliche Grundsteinlegung für den neuen Klima-Wind-Kanal (KWK) mit Infrastrukturministerin Monika Forstinger, Stadtrat Sepp Rieder und Vertretern der Besitz-und Betreibergesellschaft, im Technologiepark im 21. Bezirk statt. Dieser Neubau bedeutet eine entscheidende Stärkung der österreichischen Technologie-Kompetenz im Bereich der Forschung und Entwicklung im Schienenfahrzeugbau. Durch die neue Anlage und das hochqualifizierte Personal bleibt der Wirtschaftsstandort Wien auch in Zukunft das Zentrum für Zertifizierung und Normung bei Schienenfahrzeugen. Genutzt wird der KWK, dessen Fertigstellung Ende 2002 geplant ist, von der Fahrzeugindustrie in ganz Europa.

Der Neubau des KWK geht auf die Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, mit Unterstützung der Stadt Wien, zurück. Standort ist der von der Stadt Wien geplante Technologiepark in Floridsdorf.

"Die Finanzierung des Projektes realisieren wir im Rahmen eines Private Public Partnership Modells. Beim Neubau des KWK arbeiten die öffentliche Hand und private Investoren aus Gründen des hohen Investitionsvolumens und der langen Refinanzierungszeit zusammen", erklärt Dr. Helmut Falschlehner von der Rail Test & Research GmbH das europaweit beispielgebende Finanzierungsmodell.

Breites Spektrum an Testobjekten

Hauptgeschäftsfeld der Anlage ist die Durchführung und Zertifizierung nach UIC-Richtlinien und CE-Norm für Lokomotiven, Triebfahrzeuge und Waggons. Für Straßenfahrzeuge sind gleichartige Tests hinsichtlich Funktionssicherheit und thermischen Komforts vorgesehen. Darüber hinaus sind Tests für verschiedenste Antriebselemente und Bauteile vorgesehen. Zukunftsweisende Bedeutung hat der KWK für die Entwicklung und Validierung von computersimulierten klimatischen Zuständen und ihrer Wirkung auf die Testobjekte.

International führend seit Jahrzehnten

Österreich ist mit dem KWK im Wiener Arsenal seit 1960 führend bei Forschung und Entwicklung im Schienenfahrzeugbereich. Mit der Prüfung aller wichtigen Innovationen - darunter internationale Marken wie Eurostar, TGV, ICE und Pendolino - hat sich Österreich europaweit einen Namen gemacht. Die hohe Auslastung des Klima-Wind-Kanals im Arsenal war mit Anlass für die Entscheidung zum Neubau einer Anlage mit höheren Kapazitäten.

Chronologie der Realisierung

Nach Vorstudien im Jahre 1994 kam es 1996 zur Grundsatzentscheidung für den Neubau des KWK. Auf Basis einer Machbarkeitsstudie unter Berücksichtigung geeigneter Finanzierungs-und Organisationsmodelle begannen 1999 die Vorbereitungen für die internationale funktionale Ausschreibung eines Totalunternehmers für das Projekt.

Im Jahr 2000 schließlich kam es zur Auswahl des Totalunternehmers:
Aus drei Bietern wurde die Arbeitsgemeinschaft AIOLOS - VA Tech VOEST MCE - VA Tech Elin EBG mit der Errichtung der Anlage beauftragt.

Der KWK ist im Besitz der Rail Test & Research GmbH (RTA), einer Tochtergesellschaft der Schieneninfrastrukturfinanzierungs-Gesellschaft mbH (SCHIG mbH), als Public Partner. Betrieb und Vermarktung obliegen der Rail Tec Arsenal GmbH (RTA) als Private Partner, an der die wichtigsten europäischen Schienenfahrzeughersteller beteiligt sind.

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