Grollitsch fordert bundeseinheitliche Hundekennzeichnung

Wien, 2001-03-08 (fpd) - Der freiheitliche Bundestierschutzsprecher Abg. Dr. Udo Grollitsch forderte heute eine bundeseinheitliche Regelung bei der geplanten Registrierung und Chipkennzeichnung von Hunden. ****

Die Haltung von Hunden falle zwar als Tierschutzangelegenheit in die Gesetzgebungs- und Vollziehungskompetenz der Bundesländer, so Grollitsch, es sei aber sinnvoll, einen Teilaspekt der Tierhaltung, nämlich die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden, nach dem Muster des Tiertransportgesetzes aus der Kompetenz der Länder zu lösen und bundeseinheitlich in einem Spezialgesetz zu regeln. Grollitsch betonte, daß von den Freiheitlichen bereits ein Entwurf eines "Bundesgesetzes zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden" ausgearbeitet worden sei, der derzeit von Bundesminister Haupt unter dem Aspekt der Tiergesundheit und des Konsumentenschutzes geprüft werde, um anschließend gemeinsam mit dem Koalitionspartner diskutiert zu werden.

Daß derzeit an neun verschiedenen Gesetzen zur Chipkennzeichnung von Hunden gearbeitet werde, sei nämlich widersinnig. Wenn hier der Bundesgesetzgeber nicht gegensteuere, so der freiheitliche Tierschutzsprecher, seien Zersplitterung und in der Folge Rechtsunsicherheit vorprogrammiert. Überhaupt sei die regionale Ungleichbehandlung in der Tierhaltung untragbar, die je nach Bundesland einmal strenger, einmal großzügiger gehandhabt werde. Auch die Artikel-15a-Vereinbarungen zwischen den Bundesländern seien nur ein unzureichender Versuch, den österreichischen Tierschutz im allgemeinen und die Haltung von Hunden im besonderen zu harmonisieren. Die sogenannte "Kampfhunde"-Diskussion, die erst zur Forderung nach einer Verchippung von Hunden geführt habe, werde nunmehr sogar in den Wiener Wahlkampf hineingetragen und treibe dort absurde Blüten. So sei der sozialistische Vorstoß, eine Prämie für das Einschläfern von Hunden auszubezahlen, aus freiheitlicher Sicht ethisch und moralisch inakzeptabel.

Wenn schon das freiheitliche Fernziel eines umfassenden Bundestierschutzgesetzes derzeit nicht erreichbar sei, sollte man sich wenigstens auf eine bundeseinheitliche Hundekennzeichnung einigen, denn, so Grollitsch abschließend: "Es genügt, wenn das Rad einmal erfunden wird." (Schluß)

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