ECHERER-HEARING ZUM BETRUG BEI TIERTRANSPORTEN IN BRÜSSEL Grüne fordern einjähriges Moratorium bei Tiertransporten - Initiative mit der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft

Wien/Brüssel (OTS) Auf Einladung der österreichischen EU-Abgeordneten der Grünen, Mercedes Echerer, findet heute in
Brüssel ein ganztägiges, hochrangig besetztes öffentliches Hearing zu Tiertransporten statt. Neben den Agrarministern aus Deutschland (Künast), Italien (Felicetti) sowie der belgischen Konsumenten-schutzministerin (Aelvoet) nimmt die schwedische EU-Ratsvorsitzende Margareta Winberg teil.
"Der Betrug bei den Tiertransporten übersteigt die Summe von einer halben Millarde Schilling jährlich. Diese Praktiken müssen energisch bekämpft werden, das hilft nicht nur den Steuerzahlern sondern trägt auch dazu bei, das unsägliche Tierleid zu mildern", meint die Grüne EU-Abgeordnete Echerer. Deshalb nimmt auch eine Vertreterin der EU-Betrugsbehörde OLAF am heutigen Hearing teil, die die Betrugsanfälligkeit des Förderungssystems bei Tiertransporten bereits untersucht. "Getäuscht werden die Konsumenten und die Steuerzahler", kritisiert Echerer.
Veterinärinspektoren aus verschiedenen EU-Mitgliedsländern, darunter der Kärntner Axel Rabitsch als Vertreter Österreichs, werden über die Nichteinhaltung von Tierschutzvorschriften bei Tiertransporten Bericht erstatten und die krassen Mängel aufzeigen. "Bei den Tiertransporten herrscht Handlungsbedarf. Agrarkommissar Fischler nimmt die Probleme nicht zur Kenntnis und der für Verbraucherschutz zuständige Kommissar Bryne entzieht sich völlig seiner Verantwortung", stellt Echerer fest.
"Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft ist bereit, nun endlich eine Initiative in Sachen Tiertransporte zu setzen. Das gibt Hoffnung und stärkt die KritikerInnen", meint Echerer.

Angesichts der europaweiten BSE-Krise und der akuten Maul- und Klauenseuche in Großbritannien und den Maßnahmen in den EU-Mitgliedsstaaten, fordert Echerer ein einjähriges Moratorium für Tiertransporte. "Setzen wir angesichts der gigantischen Krise einen radikalen Schritt. Stoppen wir innerhalb der EU den grenzüberschreitenden Tiertransportverkehr und fördern wir mobile Schlachthöfe bzw. den Schlachthof nebenan. Tiere sollen künftig nicht mehr lebend transportiert und dadurch gequält und gestreßt werden. Künftig soll Fleisch und nicht die Tiere transportiert werden", so Echerer. "Das Ausmaß der Krise in der Tierzucht in Europa fordert ein gänzliches Umdenken. Die Zeiten von kosmetischen Maßnahmen sind vorbei. Nehmen wir die Maul- und Klauenseuche als einen Impuls, endlich aus der Sackgasse umzukehren, in die die falsche Landwirtschaftspolitik die Bauern geführt hat.", schließt Echerer.

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