KINDERGELD: Kündigungsschutz für berufstätige Mütter unverzichtbar

Wien (OTS) - Ehre, wem Ehre gebührt, die Forderung nach einem Kindergeld ist eine langgehegte der ÖVP Frauen. Aber für guten Ideen der Frauen finden sich immer viele, die die Vaterschaft übernehmen wollen.

Dennoch sind die Frauen der Arbeitnehmerinteressensvertretungen besorgt, weil die Frage des Kündigungsschutzes noch nicht geklärt ist. Die hoffnungsfrohe Meinung der Frau Vizekanzlerin, dass es keine Kündigungen für Frauen mit Kleinkindern aus diesem Beweggrund gäbe, wird durch die Realität widerlegt.

Die Frauen der Fraktion Christlicher Gewerkschafter bestehen auf einer Absicherung der Berufstätigkeit der Mütter durch einen Kündigungsschutz für die gesamte Kinderurlaubszeit. Weiters ist es auch ein Anliegen, dass die Zuverdienstgrenze nicht so starr festegelegt wird, sondern die Grenzen fließend bleiben. Ungeklärt ist auch, ob eine automatische Valorisierung der Beträge, nämlich des Kindergeldes und der Einkommensgrenze für den Zuverdienst eingeplant Frauen sollen nicht durch ständiges Einfordern von Erhöhungen und Anpassungen gepiesackt werden. Die jetzt vorgenommene Erhöhung geht ja direkt in die Pensionskassen.

Offen bleibt für die Gewerkschafterin die Frage, inwieweit die Länder ihre Zusatzleistungen für Familien reduzieren. Gerade für Frauen und Familien mit geringen Einkünften wird es entscheidend sein, ob sie den gesamten Betrag für Kinderbetreuung investieren müssen.

Leider sind bei der jetzigen Regelung wieder Frauen ausgegrenzt. Beziehungsberechtigt für das Kindergeld ist nur jener Personenkreis, der Anspruch auf Kinderbeihilfe hat. Frauen mit Werkverträgen oder solche, die als "Neue Selbständige" arbeiten, sind nicht anspruchsberechtigt. Also doch nicht Kindergeld für alle!

Was ebenfalls fehlt, aber im Sinne des Gendermainstreamings notwendig wäre, sind Anreize dafür, dass mehr Väter eine Berufspause für die Kinderbetreuung einlegen. Dafür wäre nur das von den ÖGB-Frauen vorgeschlagene Modell des "Karenzgeld Plus" als zielführend anzusehen. Noch sind die Mehrheit der Frauen nicht mit jenen guten Einkommen gesegnet, dass ihr Gehalt zur Familienerhaltung ausreicht.

Der Ansatz ist gut, aber noch fehlt ein ausgefeiltes Konzept, das allen Müttern und Vätern das Recht und die Möglichkeit für den Bezug von Kindergeld ermöglicht, inklusive den sozialrechtlichen Absicherungen. Sozialpartnergespräche, insbesondere mit den Arbeitnehmervertreterinnen, werden dringend eingefordert.

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