AK-Kainz: Neues Kindergeld erhöht für Arbeitnehmerinnen die Gefahr der Verdrängung aus dem Arbeitsmarkt

Linz (AKO) Scharfe Kritik am Kindergeldmodell der Bundesregierung übt AK-Vorstandsmitglied und ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Hedda Kainz:
"Ausgedehnt soll nur die Karenzzeit, nicht aber der Kündigungsschutz werden. Das verleitet Arbeitnehmerinnen, 30 Monate beim Kind zu bleiben und damit ihr Dienstverhältnis aufs Spiel zu setzen - mit allen nachteiligen Folgen!"

Die schon bisher vorhandene Gefahr der Verdrängung auf dem Arbeitsmarkt für berufstätige Frauen, die ein Kind bekommen, werde so drastisch erhöht. Darüber hinaus seien wichtige Fragen noch völlig ungeklärt. "Wieweit hebt die neue Zuverdienst-Möglichkeit den Kündigungsschutz auf? Wird es die Teilzeitkarenz künftig noch geben?", befürchtet Kainz einschneidende Änderungen zu Lasten der Arbeitnehmerinnen.

Zur verteilungspolitischen Wirkung stellt das AK-Vorstandsmitglied fest, dass nun Bäuerinnen und Selbstständige ohne Beitragszahlungen in den Genuss einer Leistung kommen sollen, die seit Jahrzehnten von der Arbeitnehmerseite finanziert wird. "Den Regierungsparteien geht es ganz offensichtlich darum, ihrer Klientel etwas zuzuschanzen. Insgesamt kann das neue Kindergeld nur als unausgegorene Primitivvariante des bisherigen Karenzgeldes bezeichnet werden!", so Kainz.

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