Schweinepreise explodieren

Fleischwirtschaft unter starkem Druck - Erzeugerpreise seit 1. Februar um 37% gestiegen

Wien (PWK175) - Fleischergewerbe und Fleischwarenindustrie geraten immer stärker unter Druck. Nach der BSE-Krise und dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche sind die Erzeugerpreise für Schweine innerhalb kürzester Zeit regelrecht explodiert. Mussten die Betriebe für Schweinehälften am 1. Februar 2001 noch 19 Schilling an die Landwirte bezahlen, so waren es am 5. März bereits 26 Schilling. "Das entspricht einer Kostensteigerung von 37%", die von den Betrieben kaum mehr verkraftet werden kann", warnt Franz Laus, Bundesinnungsmeister der Fleischer in der Wirtschaftskammer Österreich. Seit dem Vorjahr haben sich die Preise mit einer Steigerung von 85% nahezu verdoppelt. Laus rechnet mit einem weiteren Anstieg der Erzeugerpreise bereits in der nächsten Woche.

Während Schweinefleisch in ganz Europa immer knapper wird, steigt die Nachfrage und der Einsatz von Schweinefleisch in der Wurstproduktion enorm an. Gleichzeitig sind die Preise für Wurstwaren generell im Keller. "Die Preisschere zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelhandel wird immer größer. Schön für die krisengebeutelte Landwirtschaft, dramatisch für die Fleischwirtschaft, die schon nach wie vor mit Umsatzeinbrüchen konfrontiert ist", beschreibt Laus die aktuelle Situation.

Angesichts der Kostenexplosion sieht sich die heimische Fleischwirtschaft gezwungen, ihre Preise an die aktuelle Marktentwicklung anzupassen. Reinhard Kainz, Leiter des Koordinationsbüros Fleischwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich: "Das ist nicht nur für die Fleischerfachgeschäfte eine Notwendigkeit, sondern auch für die Lieferanten des Lebensmittelhandels". Kainz und Laus appellieren eindringlich an den Lebensmittelhandel, die extrem schwierige Lage der österreichischen Fleischwirtschaft nicht weiter zu verschärfen und die notwendigen Preiserhöhungen so rasch wie möglich anzunehmen. (MH)

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