Diskriminierung von Frauen verursacht finanzielle und soziale Kosten, für die auch die Männer einen sehr hohen Preis zahlen

Wien (OTS) -

  • wird weltweit jede dritte Frau mindestens einmal Opfer körperlicher Gewalt
  • werden jedes Jahr schätzungsweise vier Millionen Mädchen und Frauen entweder in Ehen, in die Prostitution oder die Sklaverei verkauft
  • fallen weltweit jedes Jahr bis zu 5.000 Frauen und Mädchen so genannten Ehrenmorden zum Opfer, viele davon, weil sie durch eine Vergewaltung entehrt wurden.
  • leiden weltweit mindestens 130 Millionen Frauen an den Folgen von Genitalverstümmelungen, und jedes Jahr erhöht sich die Zahl um weitere zwei Millionen
  • "fehlen" weltweit aufgrund von geschlechtsselektiven Abtreibungen, Kindermorden oder Vernachlässigung 60 Millionen Mädchen, die ansonsten am Leben wären
  • sterben weltweit jedes Jahr 78.000 Frauen an den Folgen unsachgemäß durchgeführter Abtreibungen, jede vierte Abtreibung wird an Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren vorgenommen
  • sind 80 Millionen Schwangerschaften jährlich ungewollt oder zumindest zum jeweiligen Zeitpunkt nicht gewollt
  • stirbt jede Minute weltweit eine Frau an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt
  • sind 27 % der erwachsenen Bevölkerungen Analphabeten, zwei Drittel davon Frauen
  • verdienen Frauen rund 30% weniger als ihre männlichen Kollegen bei gleicher Qualifikation
  • werden nur 13% aller Parlamentssitze weltweit von Frauen gehalten

"Ungleichstellung der Geschlechter hat weitreichendere Auswirkungen, als auf den erstenBlick erkennbar sein mag" meint Ulrike Plichta, Geschäftsführerin der Österreichischen Stiftung für Weltbevölkerung und Internationale Zusammenarbeit (SWI) "Nachhaltige Entwicklungspolitik wird durch fortgesetzte Diskriminierung von Frauen praktisch verunmöglicht. Solange Frauen - auch in den Industrieländern - gehindert werden, eine aktive und gleichberechtigte Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen, werden weltweit wesentliche Entscheidungen weiterhin aus rein männlicher Perspektive getroffen werden." Diskriminierung von Frauen behindert soziale, bevölkerungspolitische sowie ökonomische und ökologische Entwicklungen, von denen auch Männer profitieren würden.

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