Fischer: Kindergeld für Bäuerinnen familienpolitischer Meilenstein

Endlich Erziehungsleistung aller Mütter beziehungsweise Väter anerkannt

Wien, 7. März 2001 (AIZ). - "Die österreichischen Bäuerinnen begrüßen den gestrigen Beschluss des Ministerrates zum Kindergeld. Demnach erhalten ab dem kommenden Jahr alle Mütter beziehungsweise Väter, die sich der Betreuung ihrer Kinder widmen, Kindergeld in der Höhe von ATS 6.000,- unabhängig davon, ob sie vor der Geburt in einem Beschäftigungsverhältnis standen oder nicht. Damit wird endlich die Erziehungsleistung aller Eltern gleich bewertet. Besonders für die österreichischen Bäuerinnen, die derzeit nur Anspruch auf eine - betragsmäßig weit geringere - Teilzeitbeihilfe haben, bringt diese Maßnahme eine wesentliche Verbesserung, ja sie ist ein familienpolitischer Meilenstein", stellte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Bäuerinnen in der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Aloisia Fischer, in einer Aussendung fest. ****

Durch die Abkoppelung des Anspruches auf Karenz- beziehungsweise Kinderbetreuungsgeld von der Erwerbstätigkeit erhalten in Zukunft auch Studentinnen und Studenten, Hausfrauen und Hausmänner, Selbstständige und Bäuerinnen sowie Bauern und geringfügig Beschäftigte das Kinderbetreuungsgeld zur Gänze. Die Anspruchsdauer wird wesentlich ausgeweitet und besteht künftig für 36 Monate, wobei ein Partner maximal 30 Monate in Anspruch nehmen kann. Die Zuverdienstgrenze wurde mit ATS 200.000,- pro Jahr festgelegt. Zudem wird die Familienbeihilfe ab 2003 ab dem vierten Lebensjahr für jedes Kind um ATS 100,- erhöht. Ebenso werden erstmals 18 Monate der Kindererziehungszeit als pensionsbegründende Beitragszeit zur Pensionsversicherung angerechnet.

"Aus der Sicht der Bäuerinnen stellt diese Maßnahme einen wichtigen Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit in der Familienförderung dar. Schließlich zählen die bäuerlichen Familien nach wie vor zu den kinderreichsten in unserem Land. Sie übernehmen damit eine wichtige Aufgabe für eine Gesellschaft, in der immer weniger Kinder geboren werden. Es war daher höchst an der Zeit, dass gerade Mütter in bäuerlichen Familien gegenüber anderen nicht länger benachteiligt werden", so Fischer abschließend.
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