Pirklhuber: Bio-Enquete macht Defizite sichtbar

Budgetäre Umsetzungsschritte für eine Offensive im Biolandbau fehlen

Wien (OTS) Die gestern im Landwirtschaftsministerium abgehaltene Bio-Enquete mag von der Teilnehmerzahl her erfolgreich gewesen sein. Molterers Angebote an den Bio-Sektor waren enttäuschend, gingen sie doch kaum über das ohnehin im Rahmen des Programmes ländliche Entwicklung (ÖPUL 2000) vorgesehene Ausmaß, wie z.B. die Erhöhung der Bioflächenprämien um etwa 20-30 Mill. ATS hinaus. Die Bio-Organisationen wurden angeregt, ihre Projekte im Bereich Bildung, Beratung und Vermarktung bei den zuständigen Förder-Stellen einzureichen. Man werde professionelle Projekte für förderwürdig erachten, so der Tenor des Landwirtschaftsministers.

"Statt den Bio-Organisationen zumindestens eine ausreichende Basisfinanzierung zu gewähren, werden sie in den Konkurrenzkampf um Förderschillinge mit konventionellen Projekten geschickt", kritisiert Pirklhuber. Ohne klare budgetäre Zusagen sind diese Projekte jedoch dem Good will der begutachtenden Agrarinstitutionen (ländliche Fortbildungsinstitute, Landwirtschaftskammern, Agrarabteilungen der Länder) ausgeliefert.

Die Anwälte der Biobauern, die Bio-Organisationen, sind mit mindestens 22 Mio. öS zu dotieren, fordert Pirklhuber, denn die gewünschte Offensive im Biolandbau erfordere einen höheren Aurwand an Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit.
Ferner müssen die Marketingbeiträge, die von den Biobauern an die AMA bezahlt werden, endlich auch für die Vermarktung von Bioprodukten verwendet werden. Bekanntlich werden vom AMA-Marketing-Budget, das jährlich 170 Mio. ATS beträgt, derzeit nur 10 Mio. ATS für die Bewerbung von Bioprodukten eingesetzt. Hier wäre ein kräftige Erhöhung auf zumindest 30 Mio. öS nötig, damit Bioprodukte auch als solche beworben und verkauft werden können, betont Pirklhuber. Der Landwirtschaftssprecher fordert daher Molterer neuerlich auf, bis zu den Verhandlungen zum Agrarbudget 2002 kommende Woche, die notwendigen budgetären Korrekturen durchzuführen.

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