Wiener Jugendliche fordern sinnvollen Jugendschutz

Umfrageergebnisse der Jugendanwaltschaft räumen mit Vorurteilen über Jugendliche auf

Wien, (OTS) Am Mittwoch präsentierten die beiden Wiener Jugendanwälte Monika Pinterits und Anton Schmid die Ergebnisse einer Jugendumfrage zum Thema Jugendschutz.

Im Rahmen des Beteiligungsprojektes zu einem neuen Jugendschutzgesetz für Wien zeigt die Umfrage der Wiener Jugendanwaltschaft, dass sich die Wiener Jugendlichen sehr wohl einen sinnvollen Jugendschutz erwarten.

So meinen 73 % der Jugendlichen, dass das Rauchen und der Genuss von Alkohol erst mit 16 Jahren erlaubt sein soll (und daher so bleiben soll, wie es ist). Ein Gegenbeweis für die diesbezüglich so vielfach zitierte Realitätsferne der Jugendlichen. Den derzeit gültigen Ausgehzeiten allerdings stehen die Jugendlichen sehr kritisch gegenüber, denn zwei Drittel aller Jugendlichen lehnen die derzeit gültigen Ausgehzeiten ab. So
werden von den Jugendlichen in der Regel die Ausgehzeiten ab dem 16. Lebensjahr als nicht notwendig erachtet, in diesem Alter
sollte in der Familie darüber entschieden werden. Gesetzliche Vorschriften seien unangebracht.****

Oft wird behauptet, dass die Jugendlichen alle Vorschriften abschaffen würden - sollten sie gefragt werden. Im Gegenteil, die Jugendlichen wollen sinnvolle Bestimmungen des Jugendschutzes bis zur Großjährigkeit (18 Jahre) gelten lassen.

Bemerkenswert: 69 % der Jugendlichen meinen, dass sie selbst für Übertretungen des Jugendschutzgesetzes verantwortlich gemacht werden sollten, lehnen nur Geldstrafen ab und fordern vorerst pädagogische Maßnahmen als Konsequenzen und dann erst Geldstrafen (83%).

45% der jugendlichen Befragten meinen, dass generell Glückspiel um Geld für junge Menschen bis 18 Jahre verboten gehört, nur 17% plädieren für die Freigabe.

Auch die Möglichkeit des Kaufes und der Besitz von Medien, die Brutalität, Rassismus und Pornografie zum Inhalt haben, wird immerhin von 56% der Jugendlichen abgelehnt, die Mädchen sich vehementer als die Burschen für ein Verbot aussprechen.

Entgegen der landläufigen Meinung, dass Jugendliche zu unreif sind, sehen die Wiener Jugendanwälte Pinterits und Schmid in den Ergebnissen eine klare Absage an dieses Vorurteil. Sie fordern
einen verstärkten Ausbau der Jugendbeteiligungsverfahren bis hin zum Wahlrecht ab 16 Jahren.
"Wer heute noch Jugendlichen die Mitsprache verweigert, hat selbst ein Demokratieverständnis von vorgestern," schlossen Pinterits und Schmid.

Die Auswertung der Umfrageergebnisse ist in der Kinder - und Jugendanwaltschaft Wien unter der Tel.Nr. 01/1708 erhältlich. (Schluss) as

Dr. Anton Schmid
Wiener Kinder- und Jugendanwalt
Tel.: 01/17 08
Fax.: 01/ 313 249 985 900
e-mail: post@kja.magwien.gv.at

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