Leitl übergibt EU-Botschaftern WKÖ-Positionspapier zum EU-Gipfel - BILD (web)

Gespräche mit Schwedens Botschafterin Lindholm in Wien -Österreichs Wirtschaft begrüßt Grundhaltung der Schwedischen EU-Präsidentschaft

Wien (OTS) - Im Vorfeld des EU-Gipfels in Stockholm traf heute, Mittwoch, Wirtschaftskammer Österreich Präsident Christoph Leitl mit den Botschaftern aller EU-Länder in Wien zusammen. Gabriella Lindholm von der Königlich Schwedischen Botschaft berichtete über den aktuellen Stand der schwedischen EU-Präsidentschaft und stellte die Hauptthemen vor, die beim Europäischen Rat am 23./24. März zur Diskussion stehen werden. "Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt die Haltung der Schwedischen Präsidentschaft, Europa zum dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum weltweit zu machen. Dies ist ein Ziel an dem Österreich konsequent mitwirken möchte und kann", erklärte Leitl und übergab Lindholm das Positionspapier der WKÖ mit den konkreten Vorstellungen der österreichischen Wirtschaft zum Europäischen Rat von Stockholm.

Begrüßenswert sei, dass die in Lissabon entwickelten Leitlinien für den wirtschaftlichen Wandel in Europa ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und deren Einbindung in den Entscheidungsprozess bei der Erarbeitung und Umsetzung der zu ergreifenden Maßnahmen vorsehen. "Das praktische Verständnis und Know-how der Interessenvertretungen kann wesentlich zur Erreichung dauerhaften Wirtschaftswachstums und Schaffung neuer und besserer Arbeitsplätze beitragen", zeigte sich Leitl überzeugt.

In den Gesprächen mit den EU-Botschaftern erläuterte der Wirtschaftskammerpräsident den Standpunkt der österreichischen Wirtschaft und betonte, dass er besonders in der Entlastung des Faktors Arbeit ein wichtiges Instrument zur Sicherung von Beschäftigung und der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft sehe. "Aufgrund der demographischen Entwicklung werde es zunehmend wichtiger, Anreize zu setzen, um die Erwerbsquote in den europäischen Mitgliedsstaaten zu erhöhen. Dabei muss der Weg in die Selbständigkeit Vorrang haben", machte Leitl aufmerksam. "Die Senkung der Steuerbelastung des Faktors Arbeit muss daher von einer Senkung der Abgaben-belastung von Unternehmen und Unternehmensgründungen begleitet werden."

"Als eine wesentliche Aufgabe für den bevorstehenden EU-Gipfel sieht die österreichische Wirtschaft vor allem die verstärkte Nutzung der Möglichkeiten im Bereich der New Economy insbesondere bei Klein-und Mittelbetrieben an", bemerkte Leitl. "Die neuen Technologien sind für Wirtschaftswachstum und die Arbeitsplatzsicherung von enormer Tragweite."

Weitere wichtige Punkte seien Forcierung von Forschung und Entwicklung zum Erhalt und zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen sowie die Umsetzung des Aktionsplans "e-europe". Um Ausbildungsdefizite nachhaltig abbauen und eine ausreichende Versorgung der europäischen Wirtschaft mit qualifizierten Arbeitskräften sicherstellen zu können, solle auch die lebensbegleitende Weiterbildung weiterentwickelt werden.

Das Positionspapier der WKÖ wurde auch bereits der Europäische Kommission übergeben, dem EU-Rat, der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg, den Ministerien und Parteien in Österreich sowie den Interessenvertretungen auf nationaler und internationaler Ebene. (Ne)

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