Zum Internationalen Frauentag

Linz (AKO) Der Internationale Frauentag als Kampftag der Frauen gegen Diskriminierung war von Anfang an auch ein Kampftag für bessere Arbeitsbedingungen. Von einer verbesserten Ausgangsposition der Frauen im Wirtschafts- und Gesellschaftsleben würden längerfristig auch Männer profitieren.

Mit den in Wirtschaft und Gesellschaft herrschenden "männlichen" Prinzipien wird nämlich nur ein Status Quo aufrecht erhalten, der in Wahrheit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unbefriedigend ist:

Es ist ein Skandal, dass Frauen insgesamt um ein Drittel weniger verdienen als Männer. Und es ist generell schlimm, dass auch 20 Prozent der vollzeitbeschäftigten Männer durchschnittlich nicht einmal 14.000 Schilling brutto verdienen.

Es ist ein Skandal, dass Führungspositionen noch immer vorwiegend von Männern eingenommen werden. Und es ist generell schlimm, dass die meisten unselbständig Erwerbstätigen - Männer wie Frauen - in der Arbeitswelt wenig mitzureden haben. Und dass die kollektiven Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern laut Regierungsprogramm noch weiter zurückgedrängt werden sollen.

Es ist unerträglich, dass in der Arbeitswelt Frauen Opfer sexueller Belästigung werden - und zwar meist durch vorgesetzte Männer. Generell schlimm ist aber auch, dass viele Männer und Frauen von ihren Vorgesetzten schikaniert und unfair behandelt werden.

Es ist in höchstem Maße unfair, dass fast ausschließlich Mütter wegen der fehlenden Kinderbetreuungs-Einrichtungen und der familienfeindlichen Arbeitszeiten gezwungen werden, zumindest vorübergehend beruflich zu pausieren, was bekanntlich enorme Einkommens-Einbußen nach sich zieht. Und es ist generell schlimm, das Arbeitgeber auf das Familienleben ihrer Beschäftigten - Männer wie Frauen - kaum Rücksicht zu nehmen brauchen.

Es ist auch unfair, dass Frauen immer noch wesentlich mehr Stunden für Beruf, Hausarbeit und Kinderbetreuung aufwenden als Männer. Und es ist generell nicht einzusehen, dass die Anzahl der von den Beschäftigten verlangten Überstunden von Jahr zu Jahr steigt.

Es ist durch noch so viel Schönfärberei nicht wegzureden, dass Frauen vom Belastungskurs der Regierung (z. B. Arbeitslosenversicherung, Selbstbehalte in der Krankenversicherung etc.) besonders stark betroffen sind. Und es ist generell schlimm, dass Maßnahmen wie die Besteuerung der Unfallrenten Schlechterverdienende stärker treffen als Reiche.

All das spricht für veränderte Geschlechterverhältnisse und für veränderte gesellschaftliche Verhältnisse. All das spricht für eine starke Frauenpolitik und für eine starke Vertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!

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