E-SCHROTT: Vermeiden - Sammeln - Verwerten

Abfallverbände und Land Niederösterreich starten mit Sammlung und ökologischer Verwertung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten.

St. Pölten (OTS) - Geschätzte 80.000 Tonnen Elektronikschrott fallen in Österreich pro Jahr als Abfall an. Tendenz stark steigend, zählen dazu doch praktisch alle technischen Geräte die mit Strom, Batterien oder Akkus betrieben werden. Von der kleinen Batterie-Uhr über Handy und Computer bis zu Waschmaschine, Boiler und E-Herd.

Ab sofort sollen ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte in NÖ nicht mehr ohne gezielte Schadstoffentfrachtung auf Deponien oder in Metall-Verwertungsbetriebe gelangen. Dir. Alfred Weidlich, Vorstandsvorsitzender des NÖ Abfallwirtschaftsvereines: "25 Abfallverbände und Städte haben mit Hilfe des Landes eine bürgernahe Sammlung und ökologische Verwertung der E-Schrott-Abfälle organisiert."

Für den NÖ-Privat-Haushalt bedeutet dies, dass sämtliche ausgedienten "E-Geräte" entweder in Gemeinde-Sammelzentren, bei Sperrmüll- oder Problemstoff-Sammlungen getrennt abgegeben werden können.

Gesammelt wird in 6 Kategorien: Bildschirmgeräte, Kühlgeräte, Haushaltsgroßeräte (z.B. Waschmaschinen), Haushaltskleingeräte (inkl. Unterhaltungselektronik, elektr. Werkzeuge und Spielzeuge), Geräte der Informationstechnologie und Telekommunikation (Handy, Computer, Peripheriegeräte) sowie Gasentladungslampen.

,Schadstoffentfrachtung', ,Materialrecycling' und ,Wiederverwendung' heißen die neuen Herausforderungen im Umgang mit dem E-Schrott: Besonders gefährliche Bauteile und Inhaltsstoffe wie Kondensatoren, Bildröhren, LCD-Anzeigen, bestückte Leiterplatten, Quecksilberschalter, Gerätebatterien und Akkus werden den Geräten entnommen. Wertvolle Altstoffe wie Kupfer, Messing, Aluminium und z.B. bei älteren Leiterplatten auch Gold kommen über spezielle Aufbereitungsverfahren wieder in den industriellen Materialkreislauf zurück. Immer öfter können Bauteile oder auch ganze Geräte wieder verwendet, oder repariert werden.

Die NÖ Abfallverbände haben mit Entsorgungsfirmen und sozial-ökonomischen Betrieben Vereinbarungen getroffen, alle E-Schrott-Abfälle gemäß den strengen Verwertungsrichtlinien nach ÖNORM S 2106 und S 2107 zu behandeln und zu verwerten.

Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka nennt Beweggründe und Hauptfaktoren, der E-Schrott-Kampagne: "Die flächendeckende E-Schrott-Sammlung bedeutet eine weitere Verbesserung der Umweltsituation in Niederösterreich. Aus umweltpolitischer Sicht müssen Wege gefunden werden, die Gefährdungspotentiale, die in diesen Produkten enthalten sind nicht mehr in Deponien zu lagern, sondern sie fachgerecht zu entsorgen oder sie dem Recyclingprozess zuzuführen. Das Land NÖ wird die Sammlung der Elektroaltgeräte im Jahr 2001 mit ATS 2 Millionen (145.560 ) fördern und durch wissenschaftliche Untersuchungen das Projekt begleiten und mögliche Schwachstellen aufzeigen. Diese Sammlung bedeutet für Niederösterreich auch, ein Vorarbeiten auf zukünftige gesetzliche Regelungen der EU, denn ab 2003/2004 wird die Sammlung der Elektroaltgeräte in Österreich verpflichtend sein!"

Durch die landesweiten Aktivitäten soll das Sammelergebnis auf 4 Kilo E-Schrott pro Einwohner und Jahr gesteigert werden. Im Jahr 1999 lag der Wert nur bei 0,8 kg/EW.

Die NÖ AbfallberaterInnen setzen auf einen zusätzlichen Persönlichkeits-Faktor: Ist es ihnen doch gelungen Willi Resetarits, alias KURT OSTBAHN als prominenten Unterstützer zu gewinnen. In Radiospots und regionalen Zeitungsinseraten wird dieser die neue Selbstverständlichkeit allen Hörer- und LeserInnen zu vermitteln versuchen:

"E-Schrott vermeiden - sammeln - verwerten ..... des kann ja ka Mirakel net sein!"

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

NÖ Abfallwirtschaftsverein
Tel.: 02742/230060

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS